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Bayern-Stars schwärmen von Musiala – Neuer spricht indirekte Beförderung aus

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Von: Hanna Raif, Manuel Bonke

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Jamal Musiala ist mit fünf Treffern und drei Torvorlagen bester Bayern-Scorer
Jamal Musiala ist mit fünf Treffern und drei Torvorlagen bester Bayern-Scorer. © CHRISTOF STACHE / AFP

Der 19-jährige Jamal Musiala bringt seine Gegenspieler regelmäßig zum Verzweifeln. Beim FC Bayern ist der Youngster gereift und spielt heute eine zentrale Rolle. Manuel Neuer nennt ihn nun einen „Schlüsselspieler“.

München - Wie außergewöhnlich die Leistungen von Jamal Musiala (19) im Trikot des FC Bayern sind, zeigt ein Blick in die Statistik: Der Offensivspieler traf an den ersten acht Bundesliga-Spieltagen fünf Mal. Der einzige Teenager, dem im gleichen Zeitraum noch mehr Tore gelangen, war Gerd Müller in der Saison 1965/1966 mit sieben Treffern. Dementsprechend viele Lobeshymnen gab’s nach der 4:0-Gala gegen Leverkusen, zu der Musiala einen Treffer und zwei Torvorlagen beisteuerte. So sprach Kapitän Manuel Neuer (36) eine indirekte Beförderung aus – vom Ausnahmetalent zum Schlüsselspieler: „Er bringt die gewisse Lockerheit mit, hat eine gewisse Dynamik und ist schwer vom Ball zu trennen. Er kann zwei, drei Spieler auf einmal stehen lassen und tut unserem Spiel auch gut, weil er ein Schlüsselspieler ist für die entscheidenden Momente.“

FC Bayern: Neuer spricht eine indirekte Beförderung für Musiala aus

In der 55. Minute dribbelte der Nationalspieler gleich sieben Gegenspieler auf engstem Raum schwindlig und steckte mit viel Übersicht auf Sadio Mané (30) durch, der nur noch einschieben musste. Der Treffer wurde allerdings im Nachhinein wegen Foulspiels per Videobeweis aberkannt. Mit dieser Aktion erinnerte Musiala stark an die argentinischen Jahrhundert-Dribbler Diego Maradona und Lionel Messi. „Er schafft es, immer an sein oberes Leistungsniveau zu kommen“, schwärmte Vorstandschef Oliver Kahn (53) und Thomas Müller (33) fügte an: „Es ist schon so, dass man ihm den Ball in gewissen Situationen gerne gibt, weil man sagt: Okay, jetzt spiele ich den Jamal an, weil ich weiß, was er am Ball kann.“

Müller und Musiala verstehen sich auf dem Platz blendend

„Raumdeuter“ Müller und „Magier“ Musiala verstehen sich auf dem Platz blendend. „Sein IQ ist richtig hoch. Er versteht Sachen, die ich nicht mal sehe manchmal. Ich versuche, mit ihm mitzuhalten“, erklärte der Youngster auf das Zusammenspiel mit dem Routinier angesprochen.

Müller gab das Kompliment süffisant zurück: „Ich habe natürlich Zeit, mir die Situation anzuschauen, während er im Getümmel gegen drei unterwegs ist. Also ich habe da einen Wettbewerbsvorteil – beziehungsweise -nachteil.“ Müller spricht von einer „guten Verbindung, was das Spielen und Gehen betrifft“. Am Dienstag gegen Pilsen muss sich Musiala einen anderen Verbindungsspieler suchen. Müller verpasst die Partie bekanntlich wegen einer Corona-Infektion. Manuel Bonke, Hanna Raif

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