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Mutter und Ex-Trainer verraten: So hat Thomas Müller es nach ganz oben geschafft

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Von: Carolin Metz

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Thomas Müller beim DFB-Pokalspiel FC Bayern München gegen FC Augsburg am 19. Oktober 2022
Thomas Müller feiert den Sieg gegen den FC Augsburg © IMAGO

Ein FC Bayern ohne Thomas Müller? Kaum vorstellbar! Vertraute berichten, wie Müller sich zum Rekordspieler hochgearbeitet hat.

München – Thomas Müller ist das Urgestein des FC Bayern. Wer „Verlässlichkeit“ googelt, müsste eigentlich auf sein Bild stoßen. Denn der Weilheimer blieb bisher in seiner gesamten Profi-Karriere dem Rekordmeister treu, seit 13 Jahren spielt er mittlerweile dort.

Müller ist zum Weltstar geworden, 11,5 Millionen Menschen folgen ihm auf Instagram. Gerade in letzter Zeit wird er für die Roten immer wichtiger und scheint in der Position des Mittelstürmers Robert Lewandowski nachzufolgen. Doch woher kommt der große Erfolg des Raumdeuters?

Müller ist laufstark und bringt die Bälle ins Tor

Wie web.de berichtet, analysiert Müllers Jugend-Trainer Herrmann Gerland den Werdegang seines Schützlings im Buch „Thomas Müller: Mein Weg zum Fußballprofi“ folgendermaßen: „Als er zu mir in die U23 kam, war er sehr laufstark. Doch technisch war er noch nicht so gut wie andere, sodass er manchmal einen Ball bei der Annahme verlor. Mir lag er zudem hin und wieder nach Zweikämpfen zu schnell am Boden.“

Laut Gerland liegt Müllers Erfolg besonders in seinen Torabschlüssen: „Vor allem besaß Thomas schon immer eine große Qualität: Er schoss Tore. Aus dem Nichts. Auf einmal war der Ball drinnen. Keiner wusste, wie das ging.“ Auch sehr fit und fleißig im Training sei Müller gewesen.

„Thomas konnte alles recht gut“

Ein anderer wichtiger Mensch in Müllers Leben liefert ein weiteres Puzzleteilchen zum Erfolgsgeheimnis. Berater Ludwig Kögl glaubt, dass vor allem Müllers Vielseitigkeit den Ausschlag gegeben habe: „Er hatte eine sehr spezielle Spielweise. Andere junge Fußballer stechen mit einer besonderen Qualität heraus: Sie sind besonders schnell, haben eine hervorragende Technik oder sind extrem stark im Abschluss. Bei Thomas war es nicht die eine Fähigkeit, die ihn auszeichnete. Er konnte alles recht gut.“

Kögl betont außerdem, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, dass der Urbayer immer noch im Bayern-Kader spielt. An mangelnden Transfer-Angeboten habe es jedenfalls nicht gelegen: „Thomas hatte viele Möglichkeiten, zu anderen Vereinen zu wechseln. In der Jugend kamen allerdings gar nicht so viele Anfragen, im Männerbereich dann umso mehr. Da standen die Klubs Schlange. Es gab viele Angebote aus der Bundesliga.“ Gut, dass Müller den Bayern erhalten geblieben ist – immerhin konnte er so in der ewigen Bestenliste mit Oliver Kahn gleichziehen und ebenso viele Pflichtspiele für seinen Verein absolvieren.

Müllers Begeisterung für den Sport ist die Grundlage

Die Mutter von Thomas Müller bestätigt, dass ihr Sohn schon früh sehr fokussiert gewesen sei: „Was ich immer an ihm bewundert habe, sind seine Zielstrebigkeit und seine Disziplin. Ich habe ihn nie sagen hören: ‚Mama, heute habe ich keine Lust aufs Training.‘ Diese Begeisterung für den Sport ist sicher die Grundlage für alles, was er im Fußball geschafft hat. Der Rest hat sich gefügt.“

Und auch heute noch merkt man Müller diese Zielstrebigkeit an. Zuletzt setzte er nach Rückenproblemen alles daran, möglichst schnell wieder auf dem Platz zu stellen. (cm)

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