Breitner & Maier stellen neuen Bildband vor

Mythos FC Bayern - ohne Gerd Müller undenkbar

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Paul ­Breitner und Sepp Maier mit dem neuen Buch.

München - Für Nostalgie ist hierzulande ja eher der Nachbar aus der Grünwalder Straße bekannt, Mittwoch durfte aber auch beim FC Bayern mal der Blick in die Vergangenheit gerichtet werden. Der Grund: Die Vorstellung des neuen Bildbands Mythos FC Bayern.

256 Seiten dick ist der rote Wälzer, der von einer antiken Aufnahme der Säbener Straße bis hin zu einem Foto der abgefeierten Kabine im Wembley-Stadion eindrucksvoll dokumentiert, wie sich der FC Bayern über die vergangenen Jahre zu einem der größten und erfolgreichsten Klubs der Welt entwickelt hat.

Klar, dass bei der Vorstellung in der Erlebniswelt gestern Legenden wie Paul Breitner und Sepp Maier nicht fehlen durften. „Die hätten mal dem Sammer zeigen sollen, aus was für Plätzen wir früher gespielt haben“, sagte die Torhüter-Ikone beim Durchblättern des Wälzers. „Darauf hätte man lieber Kartoffeln anbauen und nicht Fußball spielen sollen.“ Paul Breitner hingegen blieb bei einer ganz speziellen Aufnahme hängen. Darauf ist in schwarzweiß ein sich hechtender Torwart zu sehen, der keine Handschuhe mehr trägt und den Schuss nicht entschärfen kann. Es zeigt den legendären Ausgleichstreffer von Katsche Schwarzenbeck im Landesmeisterfinale gegen Atlético. Breitner dazu: „Das war der Geburtsmoment des Mythos FC Bayern.“

Großes zu diesem Mythos beigetragen hat auch ein weiterer Kicker, der im Bildband breite Aufmerksamkeit findet: Gerd Müller. Breitner: „Seit ich mich intensiv mit Fußball beschäftige, ist Gerd der mit Abstand wichtigste Spieler des FC Bayern und des deutschen Fußballs. Ohne Gerd wäre der FC Bayern, der deutsche Fußball und auch die deutsche Nationalmannschaft nicht das, was wir heute sind.“

Dass der Jahrhundertstürmer des FCB und der Bundesliga aufgrund seiner Alzheimer-Erkrankung seine ganzen Tore vergisst, macht Breiter sehr betroffen. „Für mich war es nicht der Schockmoment wie für viele, die vor einigen Tagen die Schlagzeilen gelesen haben. Ich habe die Entwicklung bis zu dem Moment, an dem er in dieses Pflegeheim kam, miterleben müssen. Es tut weh, wenn man sieht, in welche Richtung der Zustand eines wunderbaren Menschen und eines sehr guten Freund geht“, so Breitner, der anfügte: „Ohne den Gerd wäre ich nicht hier.“

lop

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