Nach Ama-Derby: Stadionverbot für Pyro-Zündler?

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Die Partie war kaum angepfiffen, da wurden bereits die ersten Pyrofackeln gezündet.

München - Nach dem massiven Einsatz von Bengalos und Rauchtöpfen beim kleinen Derby im Grünwalder Stadion forderte der Münchner Polizeivizepräsident und Einsatzleiter Robert Kopp am Montag ein Stadionverbot für Pyro-Zündler.

Die mehrere Tausend Grad heißen Bengalos – heimlich gezündet inmitten von Menschenmassen – stellten eine unkalkulierbare Gefahr dar: „Hier geht es um die Gesundheit der Stadionbesucher. Da hört der Spaß auf.“

Bereits beim Fanmarsch mit rund 1500 Bayern-Anhängern durch die Innenstadt war morgens der Rauch aufgestiegen. Im Stadion  war der Bayernblock unmittelbar nach dem Anpfiff in roten Rauch gehüllt, einzelne Böller landeten auf dem Rasen. Das Spiel wurde unterbrochen. Auch im Löwen-Block stieg am Ende vereinzelt weiß-blauer Rauch auf. Kopp richtete am Montag eine Ermittlungsgruppe ein, die die Pyro-Zündler zur Verantwortung ziehen soll: „Wir werten die Videoüberwachung und alle weiteren Erkenntnisse aus. Wir setzen alles daran, um diese Leute zu ermitteln und vor Gericht zu bringen.“

Abgesehen von einigen kleinen Scharmützeln zeigte sich Kopp durchaus zufrieden mit der Entwicklung: „Nach einem emotionsgeladenen Derby an Ostern haben wir nun das Gefühl, dass der Hype etwas nach unten gegangen ist. Wir danken den Vereinen und dem Fanprojekt, die mit uns zusammengearbeitet haben.“ Insgesamt kam es beim Derby zu 114 Freiheitsentziehungen. 27 Fans beider Lager wurden festgenommen, fünf wanderten in Gewahrsam. Dabei ging es meist um Beleidigungen, Landfriedensbruch und Flaschenwürfe. Zwei Männer hatten Pyros in der Unterhose, einer hatte Stadionverbot und versuchte es trotzdem.  In 82 Fällen stellten Polizisten die Personalien fest. 75 davon waren Löwen-Fans, die sich nach dem Spiel im Sport-Pub Kastaniengarten verschanzten. Vorausgegangen waren Flaschen- und Steinwürfe auf  Bayern-Fans und Polizisten. Im Pub waren auch fünf Hells Angels, die aber offenbar friedlich blieben.   

Kopp: „Abgesehen von wenigen Unbelehrbaren lief es ganz gut.  Es ist der richtige Weg aus dem Hype. Aber wir sind noch nicht durch die Tür.“

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