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Badstuber fehlt bis 2014 - Kommt ein Neuer?

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Holger Badstuber
Holger Badstuber fehlt bis Frühjahr 2014 © sampics

München - Der Alptraum von Holger Badstuber wird noch schlimmer - jetzt ist auch die WM in Brasilien in Gefahr. Möglicherweise hat der Ausfall auch Auswirkungen auf die Bayern-Personalplanung.

Nach einer Operation in den USA musste der Fußball-Nationalspieler die nächste Hiobsbotschaft verkraften: Die Ärzte bezifferten die Ausfallzeit des Münchner Innenverteidigers auf weitere zehn Monate. Damit fällt der Profi des FC Bayern München erst einmal für die WM-Planungen von Bundestrainer Joachim Löw aus.

Badstuber wurde bei einer OP am rechten Knie das zu großen Teilen gerissene und dadurch funktionsuntüchtige Kreuzband entfernt. Bevor ein neues Kreuzband eingesetzt werden kann, müssen die Bohrlöcher der ersten OP zuwachsen.

Zwar versicherte der FC Bayern in einer Mitteilung am Mittwoch, dass die Profi-Karriere des 24-Jährigen „nicht in Gefahr“ ist. Aber wie und wann er zurückehrt, ist offen. Für die Weltmeisterschaft Mitte 2014 in Brasilien ist Badstuber nach aktuellem Stand keine einkalkulierbare Größe mehr. Unter dem neuen Trainer Pep Guardiola, der am 26. Juni seine erste Trainingseinheit abhält, wird er die erste Saison fast komplett verpassen.

Sammer tröstet Badstuber

Aufmunternde Worte für den Münchner Dauer-Patienten, der das Finale dahoam 2012 gelb-gesperrt verpasst hatte und im Endspiel 2010 auf der ungeliebten Linksverteidigerposition auflief, gab es von Sportvorstand Matthias Sammer schon vor dem Eingriff von Richard Steadman (Vail/Colorado). „Natürlich geben wir ihm alle Zeit der Welt, gesund zu werden“, sagte der ehemalige Nationalspieler, der selbst wegen einer Infektion im Knie seine Karriere früh beenden musste.

Badstuber hatte den ersten Kreuzbandriss Anfang Dezember im Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund erlitten. Im März folgte ein weiterer Eingriff an dem Gelenk, das Narbengewebe war gereizt. Anfang April nahm der 30-malige Nationalspieler das Lauftraining auf. Badstuber wirkte zuversichtlich, aber zuletzt gab es neue Probleme. Beim Meisterkorso vor einer Woche war das Knie bandagiert.

Legt Bayern personell nach?

Die lange Pause beeinflusst auch die Personalplanungen des Rekordmeisters für die kommende Saison. Routinier Daniel van Buyten darf mehr denn je auf eine Vertragsverlängerung hoffen, nachdem der Belgier in der Rückrunde seine Eignung als zuverlässige Absicherung hinter der ersten Innenverteidiger-Besetzung mit Dante und Jerome Boateng nachgewiesen hat.

In der Innenverteidigung könnten ansonsten Rekordeinkauf Javi Martinez oder der vom FSV Mainz 05 verpflichte Jan Kirchhoff zum Einsatz kommen. Kirchhoff musste sich allerdings unlängst einem Eingriff an der Leiste unterziehen. Sollte er schnell fit werden und zur U21 Europameisterschaft reisen, würde er beim Trainingsstart der Münchner fehlen.

Das gilt auch für den Brasilianer Dante, der als Teilnehmer am Confed-Cup in seiner Heimat (15. bis 30. Juni) erst mit deutlicher Verspätung in die Vorbereitung auf die neue Saison einsteigen wird.

Möglicherweise legt der FC Bayern sogar personell noch nach, nachdem Badstuber fast für die ganze kommende Saison ausfällt. Neben Mats Hummels, der kürzlich dem BVB seine Treue bekundet hat, waren zuletzt Iñigo Martínez (San Sebastian), Andreu Fontàs (RCD Mallorca) und Angelo Ogbonna (FC Turin) in Medienberichten für die Innenverteidiger-Position mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht worden.

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus äußerte am Mittwoch bei einer Veranstaltung von Sky die Vermutung, der Rekordmeister werde sich nun Ersatz auf der Innenverteidiger-Position besorgen: „Der FC Bayern wird kein Risiko eingehen und gezielt zuschlagen“, sagte er. Auch Meistertrainer Ottmar Hitzfeld kann sich „vorstellen, dass der FC Bayern jetzt noch einen Innenverteidiger verpflichtet“.

dpa/sid/tz

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