Diagnose da: So lange fehlt Müller dem FC Bayern

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Nach Degradierung: Green über seine Situation beim HSV

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Bayern-Leihgabe Julian Green stand zuletzt nicht einmal im Kader des Hamburger SV.

München - Bayern-Leihgabe Julian Green hat beim Hamburger SV einen schweren Stand und wurde kürzlich sogar in die U23 degradiert. Was der Nationalspieler und sein Berater dazu sagen.

Spielpraxis sammeln. Neue Erfahrungen mitnehmen. Gestärkt als etablierter Bundesliga-Profi zum FC Bayern zurückkehren und dort wie seinerzeit Toni Kroos, David Alaba und Philipp Lahm durchstarten. So lautete zumindest der simple Plan, der hinter der zwölfmonatigen Ausleihe von Julian Green zum Hamburger SV steckte.

Doch die Realität ist eine andere. Denn auch beim HSV konnte sich der 19 Jahre junge Stürmer bislang nicht durchsetzen. In der Liga bringt er es in dieser Runde gerade einmal auf 113 Minuten in fünf Partien. Zuletzt stand er bei der 1:3-Niederlage am 13. Spieltag beim FC Augsburg auf dem Platz - für eine Viertelstunde. Danach schaffte er es mit Ausnahme des 0:0 zum Hinrunden-Kehraus beim FC Schalke 04 nicht einmal in den Kader. Fehlt dem Bayern-Talent etwa etwas Entscheidendes für Deutschlands Fußball-Eliteklasse? "Nein", beteuert Roman Grill, Berater des US-Nationalspielers, im Gespräch mit unserer Online-Redaktion. "Er ist technisch stark, extrem schnell, beidbeinig und hat einen absoluten Torriecher. Wenn er spielen darf, schießt er auch Tore, das hat er bisher überall unter Beweis gestellt."

Julian Green in die U23 degradiert

Nur beim HSV, da darf er es derzeit nicht. Kürzlich wurde er sogar in die U23 der Hanseaten degradiert, in die viertklassige Regionalliga Nord. Auch wenn die Offiziellen das nicht als solche verstanden wollen wissen. "Dort soll er sich aufdrängen. Ich erwarte, dass die Spieler dann auch da spielen", erklärte Hamburgs Sportdirektor Peter Knäbel in der Bild. "Schließlich ist die U23 kein Abfallkübel, sondern das Flaggschiff der Ausbildung."

Dennoch dürfte sich Green seine Zeit an der Elbe anders vorgestellt haben, wollte er dort doch sein Können unter Beweis stellen und nicht einen beruflichen Tiefpunkt erleben. Frust schieben kommt für den 19-Jährigen dennoch nicht in Frage. Ganz im Gegenteil. Er will auch mithilfe dieser Situation den nächsten Schritt schaffen. "Die Bundesliga ist ein harter Konkurrenzkampf“, sagt er unserer Online-Redaktion. "Ich profitiere von allen Erfahrungen, die ich hier in Hamburg mache, lerne jeden Tag dazu, lerne, wie das Geschäft funktioniert.“ Green will also das Beste daraus machen. Versuchen, sich weiterhin für das Profi-Aufgebot von Trainer Joe Zinnbauer zu arbeiten. Was dafür nötig ist? "Das, was ich momentan tue: In jedem Training alles geben, Tore schießen und mich anbieten", erklärt der US-Nationalspieler. "Die Entscheidung, wer im Kader ist und wer auf dem Platz steht, trifft der Trainer."

Zu früh für ein Fazit

Doch die fällt meistens gegen Green aus. Damals, so hieß es, waren auch andere Klubs an einer Ausleihe interessiert. War der HSV im Nachhinein die falsche Wahl? "Naja", meint Berater Grill, "Julian ist zum 3. Spieltag nach Hamburg gewechselt, jetzt haben wir gerade einmal den 20. Spieltag und damit noch 14 Spiele in dieser Saison. Es ist in meinen Augen ein wenig früh, um eine Bilanz zu ziehen. Wir sprechen im Fall von Julian Green von einem 19-jährigen Stürmer. Auf dieser Position gibt es immer Aufs und Abs, das wird seine gesamte Karriere über so bleiben. Er kann beim HSV viel Erfahrung sammeln."

Im Sommer zurück zum FC Bayern

Erfahrung, mit der er nach München zurückkehren soll. Denn "der aktuelle Stand ist, dass Julian wie vereinbart nach dem Jahr in Hamburg zurück zum FC Bayern kommt", bestätigt Grill.

Ein erstes, mögliches Wiedersehen gibt es sogar schon am Samstag, wenn der HSV zu Gast beim Rekordmeister ist. Trotz seiner Situation, trotz der Ungewissheit, ob es Green bei seinem Klub überhaupt ins Aufgebot schafft, sagt er: "Ich freue mich auf diese Begegnung. Wir brauchen dringend weiter Punkte, der FC Bayern ist die erfolgreichste Mannschaft und derzeit Tabellenführer. Es wird ein spannendes Spiel." Weil der Draht an die Säbener Straße schon einmal vorhanden ist "habe ich auch Freunden und meiner Familie Karten besorgt". Bei ihm selbst scheint gar nicht klar, ob er mit nach München reisen wird. Die HSV-Reserve muss am selben Tag in der Regionalliga Nord gegen den VfL Wolfsburg II ran...

Marcel Guboff

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