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Außenstürmer begründet Wechsel

Costa mit spitzer Bemerkung in Richtung Ancelotti

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Nächster Halt Turin: Douglas Costa setzt seine Karriere bei Juventus fort. 

Der Wechsel von Douglas Costa zu Juventus Turin ist in trockenen Tüchern. Bei seiner Vorstellung hatte der Ex-Bayern-Star jedoch noch eine kleine Spitze für Trainer Carlo Ancelotti übrig. 

München/Turin - Nein, so richtig glücklich wurde Douglas Costa in München nie. Zumindest, wenn man von seiner furiosen Anfangszeit absieht, in der der Brasilianer ein halbes Jahr lang mehr als nur andeutete, warum der FC Bayern bereit war, 35 Millionen Euro in einen hierzulande weitestgehend unbekannten Außenstürmer zu investieren; in der er wie ein legitimer Nachfolger der alternden Flügelflitzer Ribery und Robben aussah. 

Doch die gewünschte Langzeitlösung auf der Außenbahn wurde Costa nie. Erst mehrten sich muskuläre Probleme, dann wurde die Konkurrenz samt dem spätherbstlichen Aufblühen von „Robbery“ schlichtweg zu groß - und Costa begann zu hadern: mit den Trainern, mit den Mitspielern, mit sich selbst. Immer wieder kokettierte der Brasilianer in den Medien mit einem Wechsel, bis ihn der FC Bayern schließlich mehr oder minder öffentlich ins Schaufenster eines überhitzten Transfermarkts stellte. Der Wechsel zu Italiens Serienmeister Turin war die logische Konsequenz, die 6-Millionen-Euro-Leihgebühr samt einer kolportierten Ablösesumme von 40 Millionen Euro dagegen wohl eher Verhandlungsgeschick der Münchner. 

Bei den Bayern sah Costa keine Chancen mehr

Es wird die Verantwortlichen an der Säbener Straße daher wohl nur rudimentär interessieren, dass sich Douglas Costa bei seiner Vorstellung in Turin eine kleine Spitze gegenüber seinem ehemaligen Trainer nicht verkneifen konnte. "Carlo Ancelotti ist ein guter Kerl“, so der Nationalspieler, „und er behandelt alle gleich. Aber irgendwie doch anders.“ Zwar schickte der 26-Jährige noch flugs ein paar versöhnliche Worte hinterher ("Dennoch bin ich Bayern und Ancelotti sehr dankbar") - anhand solcher Sätze lässt sich aber durchaus ablesen, dass aus dem Verhältnis zwischen Vorgesetztem und Spieler wohl keine innige Freundschaft mehr geworden wäre. „Ich möchte natürlich spielen und freue mich darauf, mich weiterzuentwickeln“, gab Costa außerdem zu Protokoll. „Bei den Bayern habe ich dafür nicht viele Chancen gesehen.“ 

Eine Situation, die sich grundlegend von der in Turin unterscheidet. Dort hat mit dem Kolumbianer Juan Cuadrado auf der Außenbahn nur ein Schwergewicht seinen Platz in der Stammelf sicher - wenn Sturmjuwel Paolo Dybala weiterhin im Zentrum spielen sollte. Es ist daher vor allem die Aussicht auf Spielzeit in Kombination mit Erfolg, mit der die Italiener den eigenwilligen, oft störrischen und manchmal doch so genialen Brasilianer ködern konnten. Und schließlich gab es ja auch noch Arturo Vidal, der vor zwei Jahren selbst das Trikot des italienischen Serienmeisters trug. "Arturo ist ein guter Freund von mir. Er hat mir gesagt, dass Juventus viele gute Fans überall auf der Welt hat und dass die Fans mich lieben werden. Ich bin dankbar für Arturos Rat.“ Ob Costa nun also in Turin endlich glücklich wird? Eine starke Hinserie wie einst in München wäre sicher nicht die schlechteste Grundlage. 

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lpr

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