Vertrag in Karlsruhe läuft aus

Für den Nachwuchs: Bayern jagt KSC-Coach Kauczinski

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Pep Guardiola (li.) mit Markus Kauczinski beim Testspiel gegen den KSC.

FC Bayern München II - Der FC Bayern plant offenbar im Nachwuchsbereich den nächsten Transfercoup. Nach tz-Informationen steht der scheidende KSC-Coach Markus Kauczinski auf der Wunschliste des Redkordmeisters.

Lange schon warten die Bayern auf ihr nächstes Eigengewächs im mit Superstars gespickten Profikader. Mittlerweile schon zu lange, denn seit David Alaba schaffte kein Spieler aus der Jugend des FCB mehr den dauerhaften Sprung zu den Profis. Das ist knapp fünf Jahre her – und Karl-Heinz Rummenigge & Co. ein Dorn im Auge. Mit Hochdruck arbeiten die Münchner nun an ihrer zuletzt etwas eingerosteten Talentschmiede. Mindestens genauso wichtig wie der Bau des neuen Nachwuchsleistungszentrums sind dafür auch die handelnden Personen. Qualifizierte Trainer, zugleich kompetente Ausbilder. Nach denen fahnden die Bayern – und sind fündig geworden. Nach tz-Informationen will der FCB Markus Kauczinski nach München lotsen. Der 45-Jährige ist derzeit noch beim Zweitligisten Karlsruher SC tätig – aber nicht als Jugend-, sondern Profi­trainer. Im Mai hätte Kauczinski den KSC um ein Haar in die Bundesliga geführt, scheiterte aber in letzter Sekunde in der Relegation am HSV. Kommt der KSC-Coach jetzt in den Bayern-Nachwuchs?

Der Vertrag des Trainers läuft am Saisonende aus. Eine Verlängerung hat Kauczinski  abgelehnt, im Sommer ist für ihn Schluss bei den Badenern. Mit dem Rekordmeister soll es bereits Gespräche gegeben haben, die der Fußballlehrer auf tz-Nachfrage allerdings nicht bestätigen will: „Ich wurde auch schon darauf angesprochen, aber es gibt keinen Kontakt.“ Momentan konzentriere er sich voll auf seine Arbeit beim KSC, erklärte Kauczinski, der sich mit seinem Team derzeit im Trainingslager in Spanien befindet. Offiziell ist noch nicht klar, was der 45-Jährige in der kommenden Saison macht. Fakt ist: Kauczinski sucht nach insgesamt 15 Jahren beim KSC eine neue Herausforderung. Auch wenn er sich als Coach im Profibereich etabliert hat, scheint eine Tätigkeit im Nachwuchsbereich nicht ausgeschlossen. Der gebürtige Gelsenkirchner ist ein bodenständiger Typ, dem nicht Geld, sondern ein familiäres Umfeld und eine gute Perspektive wichtig sind. Und dass er mit Jugendspielern umgehen kann, hat Kauczinski in Karlsruhe nachweislich unter Beweis gestellt. Von 2001 bis 2003 betreute er zunächst die U17, ehe er anschließend bis 2009 die U19 übernahm. Nach knapp drei Jahren als Coach der Reserve übernahm er im März 2012 die Profis. Den Abstieg in die 3. Liga konnte er nicht mehr verhindern, schaffte aber im Jahr darauf den Wiederaufstieg – und formte Stars wie den Leverkusener Hakan Calhanoglu.

Bei den Bayern steht Kauczinski ganz oben auf der Liste der gewünschten Verstärkungen für den Nachwuchsbereich. Anfang der Woche wurde zudem bekannt, dass sich der FC Bayern von zwei Mitarbeitern getrennt hat. Michael Tarnat, bis dahin Sportlicher Leiter bis zur U16, und Jürgen Jung, Scouting- und Sportkoordinator, wurden von ihren Ämter freigestellt. Doch auch da handelten die Münchner schnell, beide Posten sollen nach tz-Infos in den nächsten Tagen intern neu besetzt werden. Im Zuge der Umbesetzung wird Heiko Vogel, bislang Sportlicher Leiter von U23, U19 und U17, künftig auch für die U16 zuständig sein.

„Wir werden in Zukunft Vollgas geben“, hatte Rummenigge unlängst angekündigt, was die Aktivitäten des Rekordmeisters im Nachwuchsbereich angeht. Gut möglich, dass auch Markus Kauczinski bald seine Arbeit in dieses Unterfangen miteinbringt.

Text: Sven Westerschulze

Quelle: fussball-vorort.de

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