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„Das war die Idee“: Nagelsmann nennt Kniff, wie er Sadio Mané aus der Krise geholt hat

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Von: Carolin Metz

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Sadio Mané beim Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg am 16. Oktober 2022
Hat Sadio Mané seine Position gefunden? Im Spiel gegen den SC Freiburg war der FC Bayern jedenfalls erfolgreich. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Sascha Walther

Kann Sadio Mané ab sofort beim FC Bayern die Leistung bringen, die von ihm erwartet wird? Trainer Nagelsmann unterstützt seinen Spieler jedenfalls nach Kräften.

München – Es war das Comeback des FC Bayern in der Bundesliga. Am Sonntag regnete es geradezu Tore, der Rekordmeister besiegte den SC Freiburg mit 5:0. Mit vorne dabei: Sadio Mané, der das 3:0 in der 52. Minute schoss. Es scheint so, als sei der Neuzugang wieder auf Erfolgskurs.

Sadio Mané kehrt auf seine vertraute Position zurück

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hatte sich Gedanken gemacht, wie er seinem Star-Stürmer zu einer besseren Leistung verhelfen kann. Deshalb setzte er ihn auf den vertrauten linken Flügel – und tatsächlich lässt sich seitdem ein Aufwärtstrend vermelden. „Das war die Idee dahinter, dass er gut reinkommt. Deswegen haben wir es gemacht“, sagte Nagelsmann zur neuen Planung. Und wirklich: Seit der Länderspielpause läuft es besser für Afrikas Fußballer des Jahres. Er schaffte vier Tore in fünf Partien: in der Bundesliga gegen Leverkusen und Freiburg, in der Champions League im Hin- und Rückspiel gegen Viktoria Pilsen.

Generell hat man den Eindruck, dass Mané in den letzten Matches deutlich besser in das Spiel der Bayern eingebunden war. „Er hat gegen Pilsen eine gute Dynamik entwickelt über den linken Flügel“, meinte Nagelsmann, was den Trainer nicht überrascht: „Klar, an diese Position ist er sehr gewöhnt.“ Auch Vorstandschef Oliver Kahn machte Sadio Mané bei der Jahreshauptversammlung zum Thema „Sadio ist ein ganz feiner Kerl“, sagte Kahn über den für über 30 Millionen Euro verpflichteten Senegalesen: „Und ich bin überzeugt, dass wir in den kommenden Jahren noch viel Freude an diesem Weltklassespieler haben.“

Das neue Spielsystem des FC Bayern geht auf

Man konnte förmlich spüren, wie der FC Bayern nach dem Spiel gegen den SC Freiburg kollektiv erleichtert aufatmete. Endlich scheint das neue Spielsystem aufzugehen. Einen großen Anteil daran hatte auch Eric Maxim Choupo-Moting, der als Ersatz für den lädierten Thomas Müller zeigen durfte, was er drauf hat. Dementsprechend machte auch Leon Goretzka nach dem Spiel deutlich, dass er die Diskussion um den fehlenden Mittelstürmer Lewandowski für beendet hält: „Wir werden den Kader jetzt nicht verändern. Und wir haben einen Top-Kader und genug Lösungen, um auch Tore zu schießen.“ 

Mané, der zuletzt offen über Probleme beim FC Bayern gesprochen hatte, scheint sich immer mehr als Teil der Mannschaft zu fühlen. Auf Instagram teilte ein Bild, auf dem er inmitten seines Teams beim Torjubel zu sehen ist. Sicher fällt auch ihm ein Stein vom Herzen. Nagelsmann hatte deutlich gemacht, dass es auch absolute Topspieler sehr beschäftige, wenn es mal nicht laufe: „Dass auch ein Weltklassespieler verunsichert ist, verwundert mich nicht, weil auch der hat ein Hirn, Emotionen und Herz.“ (cm)

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