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Warum haben Coman, Kimmich und Goretzka verlängert? Es ging nicht nur ums Geld

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Von: Manuel Bonke

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FC-Bayern-Coach Julian Nagelsmann
FC-Bayern-Coach Julian Nagelsmann spielt beim Vertragspoker eine wichtige Rolle. © Markus Ulmer/imago

FC Bayern will für Superstars attraktiv bleiben. Doch um Profi-Fußballer von sich zu überzeugen, braucht es inzwischen wohl mehr als Geld.

München - Beim FC Bayern wurde diese Saison eine neue Tradition eingeführt: Verlängert ein Leistungsträger langfristig, zieren dessen Initialen und ­Rückennummer die Leucht-Fassade der Allianz Arena. Nach der Vertragsunterzeichnung von Kingsley Coman (25) erstrahlte deshalb am Mittwochabend der Schriftzug KC11. Als Joshua Kimmich (26) im August seine neuen Arbeitspapiere unterschrieb, leuchtete der Schriftzug JK6.

Coman: Das Beste an ihm ist seine Energie

Das Beste an ihm ist seine Energie

Coman über FC-Bayern-Coach Nagelsmann

Mit Coman (bis 2027), Kimmich (bis 2025) und Leon Goretzka (bis 2026) haben im vergangenen halben Jahr drei absolute Leistungsträger beim Rekordmeister verlängert – und daran hat auch Cheftrainer Julian Nagelsmann (34) einen großen Anteil. „Julian Nagelsmann ist sehr wichtig für mich. Ich mag ihn sehr, seine Sicht und Idee, wie wir spielen wollen. Das Beste an ihm ist seine Energie, die ist wirklich sehr stark und kommt bei uns an. Mit ihm haben wir noch mehr Chancen, besser zu sein und das ist sehr wichtig für mich“, erläuterte Coman seinen Entscheidungsprozess.

Ähnliche Worte schlug nach erfolgter Unterschrift auch Goretzka an, für den Nagelsmann eine essenziell wichtige Rolle gespielt habe: „Wir sind mittlerweile alle auf einem gewissen Niveau angekommen. Aber das macht uns auch aus, dass wir die individuelle Entwicklung nicht außer Acht lassen und jeden Tag etwas lernen wollen. Da ist er genau der Richtige für uns.“ Und Kimmich ließ damals wissen: „Ich bin sechs Jahre hier, hatte fünf oder sechs verschiedene Trainer. Der Fünfjahresvertrag für den neuen Trainer war für uns als Mannschaft und Klub ganz wichtig und ein ganz klares Zeichen, in welche Richtung es gehen soll. Da hat der Trainer eine große Rolle gespielt.“

FC Bayern steigt aus utopischen Vertragssummen aus

Fakt ist: Der deutsche Rekordmeister kann und will nicht mit den utopischen Gehaltszahlungen anderer europäischer Top-Klubs aus England oder Spanien mitgehen – und muss deshalb auf andere Faktoren setzen, um seine Stars zum Bleiben zu bewegen. Darüber hinaus sind die englische und spanische Liga für Superstars attraktiver – weil dort ein echter Konkurrenzkampf zwischen den Top-Mannschaften herrscht. „Weltklassespieler überlegen sich heute sehr genau, wo sie ihre Verträge unterschreiben“, weiß Vorstandschef Oliver Kahn (52).

Doch mit Nagelsmann haben der Bayern-CEO und Sportvorstand Hasan Sali­hamidzic (45) einen Trainer-Joker beim Vertragspoker in der Hinterhand, der in München mehr und mehr zum Unterschrifts-Beschleuniger wird. (bok)

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