Bayern-Profis mit DFB-Elf unter Zugzwang

Götze und Co. "bis in Haarspitzen motiviert"

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Verbreitet gute Laune bei seinen Nationalspielern: Bundestrainer Joachim Löw versammelt sein Team für die kommenden Quali-Spiele zur EM.

München - Die Bundesliga pausiert, für die Nationalspieler des FC Bayern geht es dennoch ans Eingemachte. Gegen Polen und Schottland sollen die nächsten Schritte zur EM 2016 gelingen.

Jetzt wird es ernst! Die deutsche Nationalmannschaft ist am Montag in die wichtigste Woche des Jahres gestartet, in Frankfurt kamen die Stars von Jogi Löw für die Vorbereitung auf die EM-Quali-Spiele gegen Polen und Schottland zusammen. Anders als beim letzten Treffen, als man gegen die USA testete und die Pflichtpunkte gegen Gibraltar einsammelte, wartet nun gleich am Freitag ein echtes Kribbelspiel! Die deutsche Mannschaft steht gegen Polen unter Dampf: Der Gegner führt die Gruppe D mit 14 Punkten an, dahinter kommt die Löw-Elf mit 13. Und Schottland als Dritter (11) dürfte mit einem Sieg am frühen Freitagabend in Georgien (18 Uhr) die Lage verschärfen!

"Das ist jetzt eine ganz andere Aufgabe für uns", sagte auch Manuel Neuer mit der nötigen Prise Respekt vor dieser Situation. "Wir stehen ein bisschen unter Zugzwang gegen Polen und Schottland. Wir wissen, dass wir möglichst sechs Punkte mitnehmen sollten." Der Torwart des FC Bayern mag die "schwere Aufgabe" gegen einen derzeit richtig gut aufgelegten Gegner – und die enge Konstellation in der Gruppe. Neuer: "Das ist positiv für uns, dass wir solche Highlights haben, wo wir unter Druck stehen. Wir lieben natürlich solche Spiele."

Das sah auch Thomas Müller so. Der Superstar ist mit fünf Treffern in den ersten drei Spielen in Topform, will nun auch bei und für Jogi wieder zuschlagen. Im Juni hatte er noch eine Pause bekommen und länger Urlaub gemacht als so mancher Kollege. Er sagte vor der Ankunft in Frankfurt: "Solche Spiele sind natürlich mental immer einfacher anzugehen. Wir wissen, dass die Spiele keine Geschenke sind. Wir müssen wirklich was investieren und müssen wirklich guten Fußball spielen. Wir haben uns jetzt lange nicht gesehen. Es wird ein bisschen Überraschung da sein…"

Löw: Frage des Willens

Der Bundestrainer sieht diesbezüglich kein Problem. Für ihn ist es nun keine Frage der Eingespieltheit, sondern bei aller Qualität im Kader vor allem des Willens. Er sagt klar: "Wir werden eine Mannschaft auf dem Platz haben, die Polen schlägt."

Löw sprach im Interview mit dem kicker ganz klar von "zwei Spielen der Wahrheit" und er betonte gegenüber der SZ: "Ich kenne viele Spieler meiner Mannschaft schon jahrelang. Ich weiß: Wenn es auf Spiele wie gegen Polen zugeht, sind sie bis in die Haarspitzen motiviert."

Dazu gehört für Löw auch Mario Götze. Während Pep Guardiola nicht bedingungslos auf den Mittelfeldstrategen setzt, ihn auch gegen Leverkusen lange auf der Bank ließ, ist Löw überzeugt vom 23-Jährigen. "Mario ist sehr wichtig für uns. Ich vertraue ihm zu 100 Prozent." Zudem meinte Löw: "Ich finde es gut, dass er sich nach einem Gespräch mit Pep Guardiola das Ziel gesetzt hat, sich bei Bayern durchzusetzen." Von diesem Alltagsvorhaben hat er nun erst mal Pause. Kribbel-Pause vor dem Polenspiel!

Michael Knippenkötter, Sven Westerschulze

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