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Nerlinger erklärt Bayerns Transfer-Strategie

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Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger © Kurzendörfer

München - Der FC Bayern ist wirtschaftlich prächtig aufgestellt - die Rahmenbedingungen im Weltfußball könnten dafür sorgen, dass plötzlich neue Superstars wie Kaká erschwinglich wären. Christian Nerlinger erklärt die Transfer-Strategie.

Im vergangenen Sommer hieß der namhafteste Neuzugang Rouven Sattelmaier (23) - er kam als neuer dritter Torwart zum Rekordmeister. Zur nächsten Saison wird der FC Bayern tiefer in die Tasche greifen. "Wir werden uns punktuell verstärken", kündigte Christian Nerlinger (37) unlängst via Kicker an, wenngleich eher Ergänzungen kommen sollen und keine Superstars.

Eigentlich. Denn der FC Bayern lauert auf Schnäppchen. Das geht aus den Überlegungen hervor, die Sportdirektor Nerlinger nun in der Sport Bild äußert. "Der Transfermarkt geht später denn je los, es wird durch das Financial Fairplay eine Spieler-Schwemme auf den Markt kommen wie selten zuvor."

Diese Spieler hat der FC Bayern seit 1990 gekauft

Weil die Klubs nur ausgeben dürfen, was sie einnehmen und ihren Kader auf 25 Spieler begrenzen müssen, könnte der Rekordmeister profitieren. Nerlinger: "Die großen Klubs mit den teuren Kadern werden gezwungen sein zu reagieren." Der FC Bayern geht für den Sommer in Lauerstellung und wird eventuelle finanzielle Probleme europäischer Großklubs genauestens verfolgen.

In Schräglage könnten dabei vor allem die spanischen Vereine kommen, die jahrelang über ihre Verhältnisse gewirtschaftet haben. Über dem spanischen Fußball kreist der Pleitegeier. Die Profi-Vereine drückt eine Schuldenlast von insgesamt fünf Milliarden Euro, von denen mehr als 3,5 Milliarden Euro auf die Klubs der Primera División entfallen. "Das Geschäftsmodell des Fußballs in Spanien ist nicht länger tragbar", schrieb das Magazin Interviú Ende des vergangenen Jahres. Es verglich die Liga mit dem großen Bau-Boom in Spanien, der vor zwei Jahren wie eine Blase geplatzt ist.

Die teuerste Transfers der Fußballgeschichte

Wenn die Transferstrategie des FC Bayern aufgeht, könnten plötzlich Spieler auf den Markt kommen, die derzeit eigentlich unerreichbar scheinen. Real Madrid könnte gezwungen sein, einen seiner Stars zu verkaufen - es muss ja nicht gerade Mesut Özil (22), Cristiano Ronaldo (26) oder Gonzalo Higuain (23) sein. Von Megastars vom Abstellgleis würden sich die Königlichen eher trennen. So könnte es sogar möglich sein, dass plötzlich ein Kaká (28) zu erschwinglichem Preis auf dem Markt auftaucht oder Innenverteidiger Pepe (27, Vertrag läuft aus) zu haben ist - und die Zahl der Interessenten gering ist, weil kaum ein anderer Großverein so seriös gewirtschaftet hat wie der FC Bayern.

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Auch die Entwicklung beim FC Barcelona wird der deutsche Rekordmeister genau verfolgen. Zuletzt waren mit Außenverteidiger Adriano (26) und Mittelfeldspieler Seydou Keita (31) zwei Barca-Ergänzungsspieler bei den Münchnern gehandelt worden.

Während der FC Bayern auch die Bundesliga mit Spielern wie Ivo Ilicevic (24) genauestens im Blick hält, schielen Nerlinger & Co. mit einem Auge auf die großen Ligen. Der Sportdirektor lehnt sich entspannt zurück: "Der FC Bayern kann das in Ruhe abwarten", so Nerlinger zur Sport Bild. "Wir sind in der glücklichen Lage, immer im richtigen Moment zuschlagen zu können, wenn ein Spieler mit großer Qualität auf den Markt kommt."Weibliche Fans oben ohne: Nackte Tatsachen im Fußballstadion

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