Der Teammanager über seinen neuen Job

Nerlinger im tz-Interview: "Hoeneß beerben? Das ist kein Thema"

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Teammanager Nerlinger, Trainer Klinsmann: „Für mich ist das auch alles neu. Aber es ist für mich eine tolle Sache, in seinem Team dabei zu sein“

Seit dem 1. Juli ist Christian Nerlinger Teammanger bei den Bayern. Für Nerlinger (156 Bundesligaspiele für Bayern) ist es der erste Job auf dieser Position.

Das Interview:.

Herr Nerlinger, Sie sollen als Teammanager Manager Uli Hoeneß entlasten…

Nerlinger:Zunächst möchte ich klarstellen: Ich habe eine rein administrative und organisatorische Funktion, mit dem Sportlichen habe ich nichts zu tun. Dafür haben wir nach wie vor den besten Manager der Landes, Uli Hoeneß, der den Klub ja seit 30 Jahren sensationell führt.

Und was machen Sie?

Nerlinger:Bei mir laufen die verschiedenen Abteilungen des Vereins und die externen Partner zusammen. Also Marketing, Medienarbeit, Sponsoring, Fanbetreuung und solche Dinge.

Trainingsauftakt beim FC Bayern München

Trainingsauftakt beim FC Bayern München © sampics
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Offiziell lässt sich Jürgen Klinsmann erst beim Training blicken - durchs Fenster ist aber schon vorher ein Blick zu erhaschen. © sampics
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Es ist so weit! Der neue Bayern-Trainer erklärt seinen Spielern, was er sich von ihnen erwartet. © dpa
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Die Körpersprache zeigt: Klinsi will, dass es aufwärts geht mit dem FCB. © dpa
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Der neue Bayern-Coach zeigte sich sportlich, aber adrett gekleidet auf dem Platz. © dpa
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Der Coach und sein Ersatztorwart: Jürgen Klinsmann und Hans-Jörg Butt. © dpa
Klinsmann macht einen entschlossenen Eindruck. © dpa
Viele Stars fehlen natürlich noch. Mark van Bommel, Christian Lell und Andreas Ottl (v.l.) stehen aber schon parat. © sampics
Ein Teil des neuen Teams Klinsmann: Torwarttrainer Walter Junghans (l.) und Assistenztrainer Martin Vasquez (r.). © sampics
Jürgen Klinsmann hat nichts verlernt. Am Ball nicht ... © sampics
... und auch grinsen ... © sampics
... und flachsen kann Klinsi noch par excellence. © sampics
Jürgen Klinsmann auf dem Bayern-Trainingsplatz - noch ist es ein ungewohnter Anblick. © sampics
Aber bald wird es Gewohnheit sein. © sampics
Der Tüftler wird auch den Routiniers (hier Hans-Jörg Butt) noch einiges zeigen können. © sampics
Verleiht er den Spielern sogar Flügel? © sampics
Die europäische Spitze wartet. © sampics

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Was heißt das konkret?

Nerlinger:Ich treffe zum Beispiel Absprachen mit der Medienabteilung darüber, welcher Spieler zur Pressekonferenz kommt. Wenn deswegen immer mit dem Cheftrainer gesprochen werden müsste, dann wird’s problematisch. Diese Entscheidungen nehme ich ihm ab. Für mich ist das auch alles neu, ich muss mich da reinarbeiten. Aber es ist für mich eine tolle Sache, in seinem Team dabei zu sein.

Wie sind sie eigentlich zu dem Job gekommen?

Nerlinger:Kurz nachdem klar war, dass Jürgen Klinsmann der neue Trainer wird, habe ich von ihm völlig überraschend einen Anruf bekommen. Da hat er mich gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte. Dann haben wir uns getroffen, er hat mir sein Konzept vorgestellt und ich war sofort begeistert.

Sie waren damals Student und sind es noch immer…

Nerlinger:Stimmt. Ich habe zum Ende meiner aktiven Karriere viel mit Verletzungen zu kämpfen gehabt. Diese Abhängigkeit vom Körper hat mich fertig gemacht. Irgendwann ging es einfach nicht mehr. Dabei wäre ich gerne so lange wie möglich Profi geblieben, das ist einfach der beste Job der Welt. Im Studium habe ich dann gemerkt, wie weit man mit Fleiß kommen kann. Deswegen werde ich das Studium auch abschließen.

Was ist das für ein Studiengang?

Nerlinger:Internationale Betriebswirtschaft, ich muss noch zwei Semester, das bekomme ich schon irgendwie hin. Ich hätte für keinen anderen Klub der Welt das Studium unterbrochen.

…weil sie eine besondere Beziehung zum FC Bayern haben?

Nerlinger:Ja. Ich habe hier mit 14, also vor 21 Jahren mein erstes Probetraining gemacht, da hinten auf dem Kunstrasenplatz. Dann war ich elf Jahre hier und hatte hier meine schönste Zeit.

Und irgendwann werden Sie Uli Hoeneß beerben?

Nerlinger:Das ist überhaupt kein Thema. Ich mache jetzt diesen Job und darauf konzentriere ich mich total. Alles andere wird sich zeigen.

Quelle: tz

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