Weltfußballer-Wahl

Neuer sicher: Viele Torhüter drücken ihm die Daumen

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Manuel Neuer würde gerne Weltfußballer werden. Foto: Rolf Vennenbernd

München - Nationalkeeper Manuel Neuer erhofft sich von der Weltfußballer-Wahl auch eine Signalwirkung für seine Torwart-Kollegen.

"Ich bin überzeugt, dass weltweit viele Torhüter mir die Daumen drücken, dass ich die Phalanx durchbreche", sagte der Schlussmann des FC Bayern München und der DFB-Elf in einem Interview der "Bild"-Zeitung. Dass er es als Torwart überhaupt unter die besten Drei geschafft habe, "ist etwas ganz Besonderes. Das zu erreichen, macht mich sehr stolz", sagte der Weltmeister-Keeper.

Nicht nur angesichts der Konkurrenten Cristiano Ronaldo und Lionel Messi sei es als Torwart allerdings sehr schwer, am Ende wirklich auch Weltfußballer zu werden. "Denn was bleibt meist nach dem Spiel? Die Torszenen der Angreifer sind die Highlights des Spiels. Die Torleute stehen da eher selten im Fokus, außer oft bei Gegentoren", sagte Neuer. Der "Goldene Ball" wird bei der FIFA-Gala in Zürich am 12. Januar 2015 verliehen.

Für den Ex-Schalker wird der Triumph in Brasilien „vor allem das Wichtigste“ bleiben: „Weil es ein Team-Titel ist und man sich mit allen zusammen freut.“

Vor dem 28 Jahre alten Bayern-Profi zählte in Oliver Kahn erst ein Torhüter zum Kandidatenkreis für die Wahl. Der damalige Münchner musste sich 2002 dem Brasilianer Ronaldo geschlagen geben. Als bisher einziger Deutscher wurde Lothar Matthäus wenige Monate nach dem WM-Triumph von Rom im Jahr 1991 zum Weltfußballer gewählt.

dpa/sid

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