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BVB-Neuzugang Süle mit Kampfansage in Richtung München – „Reizt mich ungemein“

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Von: Patrick Huljina

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Niklas Süle wechselt vom FC Bayern zum Dauerrivalen Borussia Dortmund. Der künftige BVB-Abwehrchef will seinen ehemaligen Arbeitgeber ärgern.

Dortmund/München - Schwarz-Gelb statt Rot-Weiß: Niklas Süle läuft ab der kommenden Saison für Borussia Dortmund auf. Sein ablösefreier Wechsel vom FC Bayern zum BVB stand bereits seit Februar fest. Aktuell weilt der deutsche Nationalspieler noch im Urlaub – ist aber bereits heiß auf die erste Saison im neuen Trikot. „Ich will helfen, einen gewichtigen Beitrag zu leisten, dass wir eine gute Saison spielen und möglichst viel Erfolg haben werden“, erklärte Süle in einem Interview, das der BVB am Samstag (2. Juli) auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichte.

Der Innenverteidiger will in Dortmund eine Führungsrolle übernehmen. Mit seinen bald 27 Jahren könne er sich „nicht mehr verstecken“. Dabei will Süle aber nicht zwingend ein Lautsprecher sein: „Ich war bei Bayern auch nicht der Große, der rumbrüllt. Ich will aber meine Werte einbringen und den Jungs zeigen, dass sie auf mich vertrauen und wissen: ‚Ah, der hat Ruhe am Ball.‘“

Niklas Süle
Geboren: 3. September 1995 (Alter 26 Jahre), Frankfurt am Main
Größe: 1,95 m
Neuer Verein: Borussia Dortmund
Marktwert: 35 Millionen Euro

Niklas Süle: BVB-Neuzugang freut sich auf die „Gelbe Wand“ – „ein paar Prozent“ Vorteil

Der BVB habe bislang „richtig gute Transfers gemacht“, freute sich der Ex-Bayern-Star. Mit Karim Adeyemi (20) und Nico Schlotterbeck (22) setzten die Dortmunder bereits zwei weitere Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt. Die jungen Nationalspieler waren heiß begehrt. Zudem gilt die Verpflichtung von Ajax-Stürmer Sébastien Haller (28) als so gut wie sicher. „Fußballerische Qualität haben wir ohnehin. Wenn wir es hinbekommen, ein verschworener Haufen zu sein, dann können wir eine gute Rolle spielen“, ist Süle sicher.

Der Abwehrhüne freut sich bereits auf die Heimspiele vor der „Gelben Wand“. „Du hast als gegnerische Mannschaft hier gespielt, aber dich immer irgendwie auf dieses Spiel gefreut, weil es einmalig in Deutschland ist, wie die Gelbe Wand hinter dem Team steht.“ Mit den Fans im Rücken gehe die Borussia immer mit „ein paar Prozent“ Vorteil in die Partien.

Süle-Seitenhieb gegen den FC Bayern: „Nicht immer so respektiert, wie ich es verdiene“

Ein kleiner Seitenhieb in Richtung München? Bei seinem letzten Bayern-Heimspiel in der Allianz Arena wurde Süle – trotz seines Wechsels zum Dauerrivalen – von der Südkurve auf den Zaun gerufen. „Mia san mia“, brüllte er dabei ins Megafon. Die Fans feierten den Abwehrspieler mit Sprechchören. Gegenseitiger Respekt, Vertrauen, Wertschätzung – etwas, das Süle von der Klubführung beim FC Bayern nicht spürte.

Auch das war ein Grund für seinen Wechsel nach Dortmund. „In meiner Karriere wurde ich trotz aller sportlichen Erfolge nicht immer so respektiert, wie ich es meiner Meinung nach verdiene“, sagte der Neuzugang in der aktuellen Ausgabe des BVB-Mitgliedermagazins. „In den Gesprächen mit dem BVB wurde mir dieser Respekt sofort und sehr glaubwürdig entgegengebracht.“

Niklas Süle bei einem Spiel der Nationalmannschaft.
BVB-Neuzugang Niklas Süle will in Dortmund erfolgreich sein. (Archivbild) © Federico Gambarini/dpa

BVB: Süle mit Kampfansage in Richtung München – „Reizt mich ungemein“

Es gehe beim BVB „darum zu wissen, wie ich ticke, was ich einer Mannschaft geben kann, mit meiner Qualität als Fußballer und darüber hinaus als Mensch“, erklärte Süle. Das habe ihn „sehr gefreut und bestärkt“. In der Vergangenheit habe es häufig Kritik gegeben – auch hinsichtlich seines Lebensstils. „Wenn ich faul gewesen wäre, hätte ich nach so einer schweren Verletzung nie das Champions-League-Finale erreicht“, sagte der Verteidiger mit Blick auf seinen Kreuzbandriss im Herbst 2019 und sein Comeback vor dem CL-Finalturnier 2020 in Lissabon.

„Ich weiß, was ich kann und wo ich mich noch verbessern kann. Aber fehlenden Willen oder Faulheit lasse ich mir nicht unterstellen“, stellte Süle klar. Mit Borussia Dortmund will der Abwehr-Boss nun seinen ehemaligen Arbeitgeber in der Bundesliga ärgern. „Beim BVB habe ich das Gefühl vermittelt bekommen, dass man von mir erwartet, dass eben Bayern nicht zum elften Mal hintereinander Meister wird, sondern ich zum sechsten Mal, diesmal mit dem BVB“, erklärte der 26-Jährige. „Das reizt mich ungemein.“ (ph)

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