Vertrag endet 2022

Was wird aus Süle? FC Bayern denkt an Verkauf - Bei der EM droht ein Bankplatz

Der FC Bayern denkt offenbar über einen Verkauf von Niklas Süle nach. Der Innenverteidiger droht seinen Stammplatz im DFB-Team bei der EM zu verspielen.

München - Niklas Süle durchlebt in den letzten Monaten keine einfache Zeit. Der Innenverteidiger wurde durch viele Verletzungen zurückgeworfen und ist nicht mehr erste Wahl - beim FC Bayern wie auch in der deutschen Nationalmannschaft.

Süles Zukunft in München ist offener denn je, über einen vorzeitigen Abschied wird seit Wochen spekuliert. Für den EM-Kader, den Bundestrainer Jogi Löw am Mittwoch bekannt gab (im Live-Ticker), wurde der 25-Jährige zwar nominiert. Ein Stammplatz bei der Europameisterschaft ist aber fraglich.

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FC Bayern denkt an Süle-Abschied im Sommer

Der Vertrag von Süle läuft im Sommer 2022 aus. Erste Verhandlungen über eine Verlängerung soll es bereits gegeben haben, eine baldige Einigung sei aber nicht zu erwarten. Wie die Sport Bild berichtet, könnte sich der FC Bayern eine Trennung im Sommer sehr gut vorstellen, wenn die Ablöse stimmt. Einer zweiter Fall Alaba soll an der Säbener Straße unbedingt verhindert werden. Im Sommer hätte der Klub also die letzte Möglichkeit durch einen Süle-Verkauf Ablöse einzunehmen.

Mit seinen Leistungen zuletzt konnte Süle intern wenig Werbung in eigener Sache machen, hieß es in dem Bericht. In der Tat kam der Abwehr-Hüne nach seinem Kreuzbandriss noch nicht wieder richtig auf die Beine. In dieser Saison musste der Innenverteidiger zumeist dem unter Trainer Hansi Flick gesetzten Duo Jerome Boateng und David Alaba den Vortritt lassen und häufig auf der rechten Seite aushelfen. Zwischenzeitlich setzte ihn eine Corona-Infektion außer Gefecht, in Freiburg kam er nach einem Muskelfaserriss erstmals seit Anfang April wieder zum Einsatz. Dabei braucht Süle Spielrhythmus, um sich für die EM einzuspielen.

FC Bayern: Bleibt Süle wegen Nagelsmann? Entscheidung der Bosse

Mit Julian Nagelsmann wird der einstige Förderer von Süle neuer Trainer beim FC Bayern, beide kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei der TSG Hoffenheim. Das klingt nach guten Voraussetzungen für einen Neuanfang. Allerdings bringt Nagelsmann aus Leipzig seinen Abwehrchef Dayot Upamecano mit. Die Bayern-Bosse haben zudem in der Vergangenheit bewiesen, dass das Management über Personal entscheidet und nicht der Coach. Sollte Süle den Verein verlassen, müsse jedoch Ersatz verpflichtet werden.

EM 2021: Süle droht Stammplatz zu verspielen

In der Nationalmannschaft hat Süle zunächst eine starke Entwicklung hingelegt, musste aber auch beim DFB Rückschläge einstecken. Nach der Ausbootung von Mats Hummels und Jerome Boateng im März 2019 stieg Süle zum unumstrittenen Abwehrchef auf. Nach seinem Kreuzbandriss im Herbst 2019 war der Aufschrei groß, dass es der Innenverteidiger nicht rechtzeitig zur EM schaffe.

Die Vorzeichen haben sich mittlerweile wieder geändert. Die EM wurde aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben, was Süle in die Karten gespielt hat. Jedoch sucht er seitdem auch in der Nationalmannschaft nach seiner Form. In seinem letzten Länderspiel bei der 0:6-Schmach in Spanien wurde Süle zur Halbzeit ausgewechselt, weil er nach eigenen Aussagen nicht fit angereist war. Matthias Ginter und Antonio Rüdiger sollen bei Bundestrainer Löw ein gutes Standing haben. Zudem kehrt mit Hummels ein alter Bekannter zurück. (ck)

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/imago-images

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