So nimmt Tobi Schweinsteiger Abschied vom FCB

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Tobi Schweinsteiger beendet seine Karriere.

München - Nun ist es also soweit. Am Freitagabend bestreitet Tobias Schweinsteiger die letzte Partie seiner langen Karriere. Am  34. Spieltag der Regionalliga Bayern empfängt die FCB-Reserve die Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg.

Ein bisschen Wehmut schwingt schon mit bei Tobias Schweinsteiger. Diesen Eindruck erhält man zumindest, wenn man sich durch seine offizielle Facebook-Seite klickt. Seit einigen Tagen lässt der 33-jährige dort seine Karriere Revue passieren und unterhält die Fans mit zahlreichen Uploads.

Seine erste Profistation hatte Schweinsteiger, der der Jugendabteilung der SpVgg Unterhaching entstammt, beim VfB Lübeck. Obwohl er sich in der Saison 2005/2006 das vordere Kreuzband riss, kam er für den Regionalligisten auf insgesamt 18 Treffer und konnte sich im Profi-Fußball etablieren. "Ein herzlicher Dank gilt allen VfB-Fans, die es geschafft haben, dass ich mich als Bergbursche im hohen Norden heimisch gefühlt habe", zeigt sich Schweinsteiger auf Facebook beim Lübecker Anhang erkenntlich.

Enttäuschendes Jahr in Braunschweig

Wenig erfreulich verlief dagegen sein Engagement beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig in der Spielzeit 2006/2007. Fünf verschiedene Trainer und drei Wechsel auf dem Managerposten waren sinnbildlich für ein chaotisches Jahr. Schweinsteiger kam dabei lediglich auf 20 Teileinsätze.

Zurück in die Heimat zur SpVgg Unterhaching ging es daraufhin im Winter 2008. Mit 26 Treffern in 100 Einsätzen stellte der Bruder von Weltmeister Bastian Schweinsteiger seine Treffsicherheit unter Beweis. Mit Unterhaching qualifizierte er sich unter anderem für die dritte Liga und scheiterte dort nur knapp am Aufstieg in die zweite Bundesliga. "Ich fühle mich immer noch zuhause, wenn ich im Sportpark zu Besuch bin", sagt der 33-jährige.

Knorpelverletzung bei Jahn Regensburg

Mit dem Aufstieg in Liga zwei sollte es schließlich beim SSV Jahn Regensburg klappen. Als Kapitän führte der Torjäger seine Mannschaft zur Meisterschaft in der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Bei den bayerischen Domstädtern hatte Schweinsteiger gewiss seine erfolgreichste Zeit, bis ihn eine langwierige Knorpelverletzung im Januar 2012 bremste.

Seinem kleinen Bruder ganz nah war Schweinsteiger dann plötzlich nach seinem Wechsel zum FC Bayern München II im Sommer 2012. Sieht man von seiner halbjährigen Rückkehr zur SpVgg Unterhaching im Jahr 2013 ab, hat er die vergangenen drei Spielzeiten an der Säbener Straße verbracht. In der letzten Saison scheiterte er mit den kleinen Bayern denkbar knapp in der Aufstiegsrelegation zur dritten Liga (Video: Tobi Schweinsteiger über den verpassten Aufstieg).

Heuer sieben Tore für die kleinen Bayern

Nicht immer beschwerdefrei verlief die aktuelle Saison für den Routinier. Aufgrund einer hartnäckigen Muskelverletzung kam Schweinsteiger in der Spielzeit 2014/2015 lediglich auf 21 Einsätze, dabei gelangen ihm sieben Treffer.

Nun wird sein Vertrag nicht verlängert. Noch im April hatte Schweinsteiger gegenüber fussball-vorort auf eine Fortsetzung seines Engagements gehofft: "Ich würde am liebsten so lange wie möglich für die Bayern-Amateure spielen. Für mich ist das eine Herzensangelegenheit. Das macht mir Spaß. Ich fühle mich auch noch fit genug."

Schweinsteiger lässt sich Hintertürchen offen

Doch bereits damals schien sich anzudeuten, dass sich der Wunsch wohl nicht erfüllt. "Wie es jetzt ausschaut, wird es nach der Saison nicht weitergehen. Ich habe aber auch nicht vor, noch woanders weiterzuspielen. Ich werde warten, was Bayern mir anbietet und so lange die Tür auch offen halten", sagte Schweinsteiger nach dem Sieg im Amateur-Derby gegen die Münchner Löwen.

Nun streift sich der 33-jährige am Freitagabend also das letzte Mal das FCB-Dress über. Wie es für Schweinsteiger nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn weitergehen soll, ist noch unklar. Anzunehmen ist, dass er sich zunächst einmal privaten Freuden widmen wird. Ein Facebook-Upload von Anfang Mai legt nahe, dass der 33-jährige Vater wird.

Lukas Schierlinger

Quelle: fussball-vorort.de

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