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„Nous“ verzückt den FC Bayern: Der, der den Weltmeister vergessen macht

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Von: Marius Epp

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Zurückziehen? Für Noussair Mazraoui in Zweikämpfen eher keine Option.
Zurückziehen? Für Noussair Mazraoui in Zweikämpfen eher keine Option. © IMAGO/ULMER

Noussair Mazraoui deutet an, dass er beim FC Bayern das fehlende Puzzleteil zu großen Erfolgen sein kann. Wird er zur Entdeckung der Saison?

München - Im Transfersommer setzte der FC Bayern ein Statement - nicht nur an die nationale, sondern auch an die internationale Konkurrenz. Mit Sadio Mané und Matthijs de Ligt holte Hasan Salihamidzic zwei Top-Stars an Land und erntete eine Menge Lob.

Noussair Mazraoui war der erste von fünf Neuzugängen, seine Verpflichtung wurde schnell von Gravenberch, Mané, de Ligt und Tel überschattet. Womöglich auch, weil er keine Ablöse kostete. Nicht wenige sahen im offensivstarken Außenverteidiger aber ein wichtiges Puzzleteil, das der Mannschaft von Julian Nagelsmann fehlte. Und nach vielen Minuten auf der Bank schickt er sich nun an, genau dieses Puzzleteil zu werden.

FC Bayern: Noussair Mazraoui überzeugt - Pavard gefrustet

Der Niederländer mit marokkanischen Wurzeln hat sich mit starken Auftritten gegen den FC Barcelona (bereits im Hinspiel), gegen den SC Freiburg und den FSV Mainz in die Bayern-Startelf gespielt. Und scheint auf der Rechtsverteidiger-Position plötzlich nicht mehr wegzudenken zu sein - sehr zum Ärger von Benjamin Pavard, der seinem Frust nach dem Mainz-Spiel freien Lauf ließ.

Video: Pavard schiebt Frust wegen Bankplatz

„Der Verein hätte mich nicht geholt, wenn er nicht davon überzeugt wäre, dass ich der Richtige für die kommenden Jahre wäre“, sagte der 24-Jährige zu Saisonbeginn im tz-Interview selbstbewusst. Durch seine mutigen Offensivläufe, bei denen er gerne den einen oder anderen Gegenspieler mit seinem Spielwitz ins Leere laufen lässt, gibt er dem Bayern-Spiel eine neue Dimension.

FC Bayern: „Wadenbeißer“ Mazraoui spielt sich in die Startelf

Die Gegner müssen nicht mehr nur Alphonso Davies auf der linken Bayern-Seite im Auge behalten, sondern auch Mazraoui über rechts. Doch deutlich überraschender ist Mazraouis defensive Stabilität, mit der Pavard sich in den letzten Jahren wertvoll machte. In den Zweikämpfen erweist sich „Nous“, wie ihn die Mitspieler nennen, als echter „Wadenbeißer“, ist sich für keinen Weg zu schade und verliert selten ein Duell.

Zumindest für den Moment macht er Weltmeister Pavard vergessen. Natürlich hat der Franzose in der Mannschaft noch ein höheres Standing, er muss aber aufpassen, dass Mazraoui ihm nicht dauerhaft den Rang abläuft. Momentan wird Pavard in der Innenverteidigung gebraucht, wo er ohnehin lieber spielt.

Mazraouis Ex-Ajax-Kollege Gravenberch muss noch auf seine Chancen warten - zum Beispiel in der Champions League gegen Inter Mailand, wo er eine Einsatzgarantie erhielt. (epp)

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