Kahn über die Problemzonen der Roten

Vidal da, Neymar nicht: Pep von Bayern-Transfers enttäuscht?

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Pep Guardiola: Passt Arturo Vidal wirklich in sein Anforderungsprofil?

München – Der FC Bayern will mit dem vierten Meistertitel nacheinander einen Rekord aufstellen. Doch Ex-Keeper Oliver Kahn erkennt potenzielle Brandherde an der Säbener Straße.

Schrieb beim FC Bayern mehrmals Geschichte: Oliver Kahn ist an der Säbener Straße längst eine Legende.

Achtmal reckte Oliver Kahn im Trikot des FC Bayern die deutsche Meisterschale in den Himmel. Das können ansonsten nur Mehmet Scholl und Bastian Schweinsteiger von sich behaupten. Doch vier Meisterschaften nacheinander blieben auch für den Titan ein unerfüllter Traum. Seinen Nachfolgern an der Säbener Straße traut der 46-Jährige diesen Rekord durchaus zu. „Es wäre eine epochale Leistung, viermal in Folge Meister zu werden. Aber die Kaderkonstellation der Bayern macht die Meisterschaft jede Saison fast schon zur Pflicht“, ordnet Kahn den anvisierten Coup im „kicker“ ein.

Wer kommt, wer geht? Gerüchte rund um den FCB

Wird der Weg zur insgesamt 26. Meisterschaft der Roten also ein Spaziergang? So weit würde Kahn nicht gehen. Er befürchtet, dass sich der FC Bayern angesichts der Fülle an Stars quasi selbst schlagen könnte: „Ein Problem kann beim FC Bayern das extreme Überangebot an hochwertigen Mittelfeldspielern werden. Hier die richtige Mischung zu finden, wird wohl die größte Herausforderung.“ Im Klartext: Der größte Gegner für den FCB könnte der FCB selbst werden.

Kahn erkennt Selbstzweifel bei Guardiola

Die nächsten Monate beinhalten also so manche Tücken für Pep Guardiola. Während die immens große Auswahl an Spielern für die Zentrale sicher nicht dem Katalanen allein anzulasten ist, hat er eine andere Baustelle höchstselbst eröffnet: Auf eine klare Aussage zu seiner Zukunft nach Vertragsende 2016 wartet die Öffentlichkeit weiter vergebens. „Die Diskussion ist nervig für Verein und Spieler“, kritisiert auch Kahn: „Die jüngsten Aussagen weisen auf Guardiolas Selbstzweifel hin. Wichtiger wäre, Selbstsicherheit und Souveränität auszustrahlen und der Mannschaft zu vertrauen.“

Nach vier Jahren: Breno gibt sein Comeback

Wobei die bayerische Transferpolitik, sich kein Wettbieten mit den Großeinkäufern aus England und Spanien zu liefern, bei Guardiola wohl eher nicht für Glücksgefühle sorgt. Kahn zumindest geht davon aus, dass der 44-Jährige nach München kam, „weil er davon ausging, dass der FC Bayern seine finanziellen Ressourcen auch auf der Ebene eines Lionel Messi, Cristiano Ronaldo oder Gareth Bale einsetzt.“ Doch in solchen Dimensionen denkt der Rekordmeister (noch) nicht. Auch Wunsch-Spieler Neymar kam vor zwei Jahren nicht. Ein weiteres Argument für den baldigen Abschied des Trainers?

"Vidal passt nicht in Guardiolas Anforderungsprofil"

Zumal Kahn davon überzeugt ist, dass Arturo Vidal nicht unbedingt Guardiolas Wunschspieler ist: „Er bringt vor allem Aggressivität und eine besondere Mentalität mit. Allerdings passt er nicht unbedingt in das Anforderungsprofil von Pep Guardiola.“ Den Abgang von Fan-Idol Bastian Schweinsteiger sieht er professionell: „Bei Bayern München ist jeder Spieler ersetzbar. Basti hatte zuletzt immer mehr mit Verletzungen zu tun – völlig normal für einen Spieler, der seit Jahren durch die Tretmühle Verein und Nationalmannschaft läuft. Die Konkurrenz in der Zentrale ist groß. Als Einwechselspieler wäre Bastian sicher nicht geeignet.“

Video & Bilder: Hoeneß beobachtet Bayern-Training

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