Anpfiff 13:30 

Osnabrück vor dem Hinspiel gegen Ingolstadt: Demütig bleiben

Nicht zu früh jubeln: Ingolstadts Fatih Kaya, Schütze des 2:0. 
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Nicht zu früh jubeln: Ingolstadts Fatih Kaya, Schütze des 2:0. 

Der FC Ingolstadt hat durch den 3:0 Erfolg im Hinspiel die 2. Bundesliga fest im Blick. Doch die Osnabrücker sehen noch ein Licht am Ende des Tunnels. 

Ingolstadt – Die Chance ist minimal, die Hoffnung groß. „Wer denkt, dass es jetzt vorbei ist, der täuscht sich gewaltig. Vor 2000 Fans an der Bremer Brücke – da geht noch was“, behauptete Osnabrücks Ulrich Taffertshofer nach dem 0:3 (0:2) im Relegations-Hinspiel beim DrittligistenFC Ingolstadt trotzig. „Wir brauchen ein frühes Tor“, fügte der VfL-Routinier im ZDF kämpferisch an, „dann brennt die Hütte“.

Auch Trainer Markus Feldhoff klammerte sich nach dem fußballerischen Offenbarungseid des Zweitligisten an den letzten Strohhalm. Im Rückspiel am Sonntag (13.30 Uhr/ZDF) habe man nun nichts mehr zu verlieren. „Wir werden alles versuchen, das Wunder zu schaffen“, sagte er.

Trainer Feldhoff: „Wir müssen konzentriert und demütig bleiben“ 

Es bedarf in der Tat eines kleinen Fußball-Wunders, um den Absturz noch zu verhindern. Ein derartiger Vorsprung wurde in der Relegations-Historie noch nie verspielt. Schanzer-Coach Thomas Oral aber warnt: „Wir müssen konzentriert und demütig bleiben. Wir haben noch nichts erreicht“. Die eigene Geschichte mahnt: Vor einem Jahr wähnte sich der FCI als Aufsteiger, als Nürnberg in der sechsten (!) Minute der Nachspielzeit alle Träume platzen ließ.

Und doch ist klar: Die Vorzeichen für den VfL stehen nach Gegentreffern durch Tobias Schröck (2.),Fatih Kaya (34.) und Dennis Eckert Ayensa (81.) sowie einem „ernüchternden Auftritt“ (Feldhoff) denkbar schlecht. Osnabrück war in der abgelaufenen Zweitliga-Saison das schwächste Rückrundenteam. Vor dem 3:2 gegen den Hamburger SV am 16. Mai hatten die Niedersachsen an der Bremer Brücke 13-mal (!) in Serie verloren. Und: In bisher drei Relegationen (2009, 2011 und 2013) scheiterte der VfL dreimal.  

(sid)

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