„Otschi Wriedt hat zweifellos dazugelernt bei uns“

Hermann Gerland adelt Otschi Wriedt: Mann der Stunde beim FC Bayern II

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Mann der Stunde beim FC Bayern II

Bayern-Legende Hermann Gerland entdeckte Kwasi Okyere Wriedt beim VfL Osnabrück. Er schoss den FC Bayern II nach acht Jahren zurück in die 3. Liga. Dort schließt der Torgarant direkt an seine starke Regionalliga-Saison an.

Kwasi Okyere Wriedt ist der Mann der Stunde beim FC Bayern II. Acht Tore in zehn Spielen. Dazu kommt sein Hattrick im Spiel gegen den SC Preußen Münster. Mit dieser starken Leistung schoss er seine Mannschaft im Alleingang zum Sieg - es läuft richtig gut für den Ghanaer in der 3. Liga.

Der Mann, der „Otschi“ Wriedt zu den Bayern geholt hat, ist ein Spezialist für das Scouting von großen Talenten: Hermann Gerland! Er suchte vor zwei Jahren den passenden Stürmer, um die Mission Aufstieg in das Profigeschäft zu vollziehen. Trainer wie Mehmet Scholl, Tim Walter oder Erik ten Hag schafften es nicht, den Aufstieg in die 3. Liga zu vollziehen. Auch Stürmer wie Tobias Schweinsteiger oder Karl Heinz Lappe konnten nicht den entscheidenden Impuls liefern. Doch dann kam Wriedt.

Gerland ist nach Osnabrück gefahren, um Wriedt zu beobachten.  Dort hat er einen Stürmer gesehen, der ihn gedanklich nicht mehr losließ. Der VfL Osnabrück verlor die Partie gegen die Reserve von Werder Bremen. Wriedt erzielte nicht einmal einen Treffer. Trotzdem hatte Gerland an diesem Tag seinen Wunschspieler gefunden: „Es war die Art, wie der Bursche diese Aufgabe dort vorne drin im Angriffszentrum darstellte. Wie er robust seinen Körper einsetzte, um torgefährlich zu sein. Wie er mutig Tempo aufnahm und um die Chance kämpfte, mit seiner linken Klebe zum Torabschluss zu kommen. Das hat mir imponiert“, erinnert sich Hermann Gerland im Gespräch mit Liga-Drei.de.

In der Saison 2017/18 kam der 25-Jährige vom VFL Osnabrück zum FC Bayern. In den beiden Jahren schoss er jeweils über 20 Saisontore. Zur Legende  machte er auch die beiden entscheidenden Tore in dem verrückten Relegationsspiel gegen den VFL Wolfsburg. Somit hatte er einen sehr großen Anteil an dem Aufstieg in die 3. Liga. 

Bei dem FC Bayern viel dazugelernt

Wriedts „Explosion“ im letzten Spiel war laut Hoeneß „nur eine Frage der Zeit“. Auch Hermann Gerland war bei dem Sieg in Münster unter den Zuschauern. Mit der Leistung an diesem Tag und der Entwicklung des gebürtigen Hamburgers ist er hochzufrieden: „Ja, der Otschi weiß eben wirklich, wo das Tor steht. Und obendrein hat er zweifellos dazugelernt bei uns“, bemerkt Gerland. 

Fast hätte der FC Bayern den zweifachen Nationalspieler für Ghana verloren. Holstein Kiel wollte den Stürmer zurück in den Norden holen und war bereit viel Geld zu investieren. Doch die Bayern konnten ihn halten - vor allem wegen des Aufstiegs in die 3. Liga. Otschi Wriedt hat aber immer noch einen großen Traum: Der Sprung ins Eliteteam.

Dort war er schon öfters im Kader. Dort hat in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach erste Minuten sammeln können. Sogar im DFB-Pokal gegen den RB Leipzig wurde er eingewechselt. Aber er konnte sich noch nicht im Kader der Profis festsetzen.

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