"Deutsch muss die Hauptsprache sein"

Hitzfeld warnt: Nicht zu viele ausländische Spieler!

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Ottmar Hitzfeld.

München - Für den ehemaligen FC-Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld beschreiten die Münchner derzeit eine Gratwanderung. Er warnt vor zu vielen ausländischen Spielern.

Alle Jahre wieder: Wann immer der FC Bayern München in der jüngeren Vergangenheit neue Spieler verpflichtete, kam von der ein oder anderen Seite Kritik, dass sich dadurch das Gefüge in der Mannschaft verschiebt. War es in der letzten Sommerpause noch die Warnung vor zu vielen Spaniern im Team (Nach dem Abgang von Pepe Reina ist es nun wieder einer weniger), geht es jetzt um Grundsätzlicheres: Der von vielen Fans immer noch geliebte mehrfache Meister-Macher und Trainer des CL-Titels 2001 Ottmar Hitzfeld warnt eindrücklich vor der Verpflichtung zu vieler ausländischer Spieler.

In seiner Kicker-Kolumne begründet er dies mit der deutschen Mentalität, der Rechnung getragen werden müsse. "Die Bayern müssen aufpassen, dass Deutsch die Hauptsprache in der Mannschaft bleibt und nicht nur Spanisch gesprochen wird", so der Schweizer. Er hofft, dass sich die Münchner auch wieder auf ihre alten Zielsetzungen zurückbesinnen: Die besten deutschen Spieler in ihren Reihen zu haben.

Hitzfeld: "Götze muss sich aufdrängen"

Auch fordert er Mario Götze auf, nicht klein beizugeben. "Dieser fantastische Fußballer muss sich dort der Herausforderung stellen und sich so aufdrängen, dass Guardiola nicht an ihm vorbeikommt." Letztlich, so Hitzfeld, liege es bei dem Edeltechniker selber, sich das Vertrauen zu erarbeiten.

Um wieder auf die Warnung vor einer "Überfremdung" bei Bayern zurückzukommen: Ein kurzer Blick auf den aktuellen Kader verrät: Inklusive David Alaba haben die Roten 13 deutschsprachige Spieler in ihren Reihen. Mit Sven Ullreich und Joshua Kimmich wurden zudem noch zwei Deutsche verpflichtet. Dem gegenüber stehen in dieser Saison mit Douglas Costa und demnächst Arturo Vidal noch zwei Spieler, deren Muttersprache nicht deutsch ist. 

Überfremdung beim FCB? Die Zahlen

Ungewöhnlich viele Ausländer haben die Bayern aber nicht in ihren Reihen. Zum Vergleich: Beim Champions-League-Sieg 2013 standen in der Startaufstellung sechs deutschsprachige Spieler und fünf Ausländer. Auch in der kommenden Spielzeit dürfte sich dieser Wert insgesamt in etwa ergeben. Neben Manuel Neuer und Philipp Lahm gehören Jerôme Boateng, David Alaba, Mario Götze und Thomas Müller nach wie vor zu den Leistungsträgern beim Rekordmeister. Dazu warten mit Kimmich, Badstuber und Rode noch drei starke Leute in der hinteren Reihe. 

Dem gegenüber stehen im Moment mit Javi Martinez, Juan Bernat, Xabi Alonso und Thiago Alcantara vier Spanier und demnächst mit Vidal noch ein spanisch-sprechender Spieler mehr. Doch es ist davon auszugehen, dass beim zukünftigen Neuzugang von seiner Zeit in Leverkusen noch ein paar Fetzen Deutsch übrig sind und auch seine baldigen Teamkollegen lernen bekanntlich fleißig die Landessprache.

Dass sich ein europäischer Topverein wie der FCB auch international umsieht, sollte auch keine Überraschung sein.

Marktwerte der FCB-Kicker: Ein Star verliert zehn Millionen Euro

bix

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