Zerwürfnis der FCB-Legenden

Zoff mit Hoeneß: Darum warf Breitner seinen Job beim FC Bayern hin

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Paul Breitner wurde von Uli Honeß von der Ehrentribüne verbannt. 

Uli Hoeneß zeigt sich im Streit mit Paul Breitner unversöhnlich. Das Zerwürfnis hat offenbar einen besonderen Grund, der auf das Jahr 2017 zurückgeht.

Update vom 5. Dezember, 9.48 Uhr: Erst wenige Tage nachdem Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß mit knallharten Aussagen gegen Paul Breitner ausholten, will nun die Sport Bild ein weiteres Detail im Streitfall erfahren haben. Während die Bayern-Bosse Paul Breitner nach einem Auftritt im Bayerischen Rundfunk die Ehrengastkarte entzogen hatten, kommt nun der Grund für ein früheres Zerwürfnis zwischen den Parteien ans Licht.

Bereits 2017 warf Paul Breitner seinen Job als Markenbotschafter hin. Warum genau, war bislang nicht bekannt. Uli Hoeneß bestätigte vor einigen Tagen lediglich, dass bereits damals ein Presseauftritt Schuld am Zoff gewesen sein soll. Den genauen Grund will nun die Sport Bild erfahren haben. 

Demnach sei ein von Paul Breitner geplanter Auftritt im Februar 2017 bei Blickpunkt Sport im BR der Auslöser gewesen. Dies habe dem FC Bayern jedoch nicht gepasst, auf Drängen des Vereins habe Breitner dann den Besuch im Studio abgesagt. Der Grund für den Unmut des FC Bayern war scheinbar ein Streit mit dem Sender. Das Problem an der Sache: In genau dieser Aufzeichnung war der damals neue Markenbotschafter Hasan Salihamidzic zu sehen, Paul Breitner sah sich in seiner eigenen Meinungsäußerung eingeschränkt und kündigte seinen Job als Markenbotschafter. 

Das Blatt fragte beim FC Bayern nach und erhielt eine Antwort. Demnach soll der Auftritt von Salihamidzic einem „internen Kommunikationsfehler“ geschuldet gewesen sein, Hoeneß habe nichts vom Vorgang gewusst.

“Tischtuch zerschnitten“ - „Breitner ist Täter“: Knallharte Aussagen der FC-Bayern-Bosse

Update vom 3. Dezember, 20.33 Uhr: Bayern-Präsident Uli Hoeneß will sich nach der harten Kritik auf der Jahreshauptversammlung an seiner Person bis nach Weihnachten mit einer Reaktion Zeit lassen. „Das muss nicht, aber könnte ein Einschnitt auch bei der Entwicklung bei unseren Fans sein. Jetzt kommt Weihnachten, das Fest des Friedens, und danach weiß ich sicherlich, wie ich das einzuordnen habe“, sagte der Präsident des FC Bayern München am Montagabend auf einer Veranstaltung der „Stuttgarter Nachrichten“.

Update vom 3. Dezember, 19.26 Uhr: Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber hat Uli Hoeneß nach den verbalen Attacken gegen den Vereinspräsidenten auf der Jahreshauptversammlung des Fußball-Rekordmeisters Bayern München in Schutz genommen. "Diese Kritik war gegenüber Uli Hoeneß und seinen überragenden Verdiensten um den FC Bayern respektlos", sagte der frühere bayerische Ministerpräsident (CSU) im Interview mit dem Münchner Merkur (Dienstag-Ausgabe) über die Wortmeldung des Bayern-Mitglieds Johannes Bachmayr.

FC-Bayern-Fan wünscht sich Hoeneß-Versöhnung mit Breitner - doch Präsident wählt heftige Worte

Update vom 2. Dezember, 19.47 Uhr: Ein älterer Herr des FCB-Fanclubs „Kersbach 2003“ hatte dann noch einen speziellen Weinnachtswunsch an Uli Hoeneß: Der Bayern-Präsident möchte sich zur staaden Zeit doch bitte wieder mit seinem langjährigen Freund Paul Breitner versöhnen. Dieser Bitte könne er nicht heute nachkommen, antwortete Hoeneß und teilte eine gute Stunde später vorm Mikrofon gegen Breitner aus. „Einen Satz möchte ich zur Hauptversammlung noch sagen, zu Paul Breitner“, fing Hoeneß an: „der wird ja jetzt zum Märtyrer gemacht. Paul Breitner ist nicht Opfer, sondern Täter!“

Zur Erinnerung: Nach Breitners BR-Auftritt, in dem er die Pressearbeit der Bayern kritisiert hatte, entzog ihm der Verein die Ehrengastkarte. „Paul Breitner hat in den letzten acht Jahren fast zwei Millionen Euro an Honorar bekommen für 15 bis 20 Vorträge bei Sponsoren. Er hat Anfang 2017 diesen Vertrag nach einer Auseinandersetzung mit Karl-Heinz Rummenigge, wo es auch um Presseauftritte ging, hingeschmissen. Jetzt hat dieser unsägliche TV-Auftritt dazu geführt, dass Karl-Heinz, Jan-Christian Dreesen und ich uns in Athen darüber unterhalten haben. Wir haben beschlossen, dass wir ihm nahelegen, nicht mehr in den Ehrengastbereich zu kommen. Denn er hat den FC Bayern in einer unsäglichen Art und Weise beschädigt.“

Den Grund, weshalb nicht Hoeneß persönlich, sondern Finanzvorstand Dreesen das Gespräch mit Breitner führte, erklärt Hoeneß so: „Das war keine Boshaftigkeit. Jan hat gesagt: „Nein, das übernehme ich. Denn ich bin wegen der Vertragsangelegenheiten in den letzten Jahren ständig mit Paul im Gespräch gewesen. Das war kein Wegducken oder Wegdrücken, sondern eine Absprache zwischen den Parteien.“

Zeitgleich legte Rummenigge beim Fanclub in Südtirol nach: „Über die Pressekonferenz kann man diskutieren. Aber, dass sich ein ehemaliger Spieler ins Fernsehen setzt und den Uli Hoeneß verbal schlachtet, finde ich nicht gut. Ich befürchte, das Tischtuch ist endgültig zerschnitten.“

Update vom 2. Dezember, 15.49 Uhr: Auch am Sonntag fand Uli Hoeneß keine versöhnlichen Worte zu Paul Breitner. Stattdessen wurde der FCB-Präsident richtig deutlich: "Dieses Verhältnis ist nicht mehr zu kitten, er hat den Rubikon überschritten", so Hoeneß nach einem Fanklub-Besuch. Breitner werde momentan zum Märtyrer gemacht, so Hoeneß, dabei sei er „nicht Opfer, sondern Täter".

Streit mit Paul Breitner: Rudi Völler ergreift Partei im Streit beim FC Bayern München

Update vom 2. Dezember, 08.19 Uhr: Bayer Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler hat im Fall Paul Breitner Partei für Bayern-Präsident Uli Hoeneß ergriffen. „Bei aller Wertschätzung für seine Leistungen als Spieler hat Paul Breitner in den 80er, 90er-Jahren als Zeitungskolumnist so viele Leute verletzt - das war mitunter menschenverachtend. Da kann ich Uli durchaus verstehen, wenn er gerade Paul nicht als moralische Instanz akzeptiert“, sagte Völler der Bild am Sonntag. Dann stellte er klar: "Ich bin in diesem Fall auf der Seite von Uli Hoeneß."

Update vom 2. Dezember, 07.40 Uhr: Dass er keine Chance auf eine Aussöhnung mit Paul Breitner sieht, hat Uli Hoeneß nach der Jahreshauptversammlung am Freitag nochmals kundgetan. Wie die Bild (hinter Bezahlschranke) berichtet, hat das vor allem mit Breitners Verhalten während des Gefängnisaufenthalts des FCB-Präsidenten zu tun. 

Demnach habe Hoeneß das Gefühl, dass Breitner immer dann ins Rampenlicht trete, wenn er selbst besonders unter Beschuss stehe. Offenbar ist der 68-Jährige gar der Meinung, dass sich Breitner in dieser Zeit selbst als Kandidat für die Präsidentschaft beim FC Bayern in Stellung bringen wollte. Das nimmt er seinem langjährigen Weggefährten laut des Berichts besonders übel.

„Das war‘s für mich“: Hoeneß sieht keine Chance auf Versöhnung mit Breitner

Update vom 1. Dezember, 10.01 Uhr: Es sieht nicht so aus, als stünden die Zeichen im Zwist zwischen Uli Hoeneß und Paul Breitner auf schnelle Versöhnung. Im Gegenteil: Der FC Bayern-Präsident verhält sich gegenüber seinem früheren Mitspieler und Kumpel ablehnend und lässt nach der Jahreshauptversammlung der Bayern mit einer drastischen Formulierung aufhorchen. Auch zu der These, er habe Finanzvorstand Dreesen vorgeschickt, um Breitner anzurufen, nimmt Hoeneß Stellung.

Fans kritisieren Hoeneß bei der JHV des FC Bayern wegen Breitner-Verbannung 

Update vom 30. November, 23.10 Uhr: Erst am Ende der Jahreshauptversammlung des FC Bayern stand das Thema „Paul Breitner“ nochmal auf dem Programm. Dann krachte es aber ordentlich und die Fans kritisierten Präsident Uli Hoeneß für die Verbannung der FCB-Legende. Ein Fan sagte: „Der Herr Dreesen wurde ja vor Kurzem zum Telefonlakaien degradiert, weil Sie es ja nicht im Kreuz hatten, Ihren alten Weggefährten selber anzurufen.“ Es folgte tosender Applaus. Weitere Aussagen der Fans finden Sie in unserem Live-Ticker zu der JHV des FC Bayern.  

Update vom 30. November, 11.13 Uhr: Kommt es auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München heute zur Revolte der Mitglieder gegen Präsident Uli Hoeneß? Wie die tz (Freitagausgabe) schreibt, ist die Stimmung an der Bayern-Basis ziemlich aufgeheizt. „Vor der heutigen Jahreshauptversammlung gibt es aus Fan-Reihen so viele Anti-Hoeneß-Stimmen wie wohl nie zuvor. Vor allem in den sozialen Medien ist eine Tendenz zu erkennen: Die Fans kritisieren das Tun und Handeln des Bayern-Patrons scharf. Kommt es heute also zur Hoeneß-Revolte im Audi Dome? Oder darf sich Uli einmal mehr unter Jubel-Arien feiern lassen?“

Paul Breitner wurde von Uli Honeß von der Ehrentribüne verbannt. 

Laut tz sorgte zuletzt vor allem die Causa Breitner für Verstimmung bei den Fans: „Hoeneß lässt Paul Breitner nach dessen Kritik an der Wut-PK beide Dauerkarten entziehen. Kurz darauf lässt der Klub via Spiegel und Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen mitteilen, dass das der gesamte Verein wollte – nicht nur Hoeneß. Die Fans gehen trotzdem auf die Barrikaden.“

Update vom 30. November, 06.19 Uhr: Nach der Verbannung seines ehemaligen Mitspielers Paul Breitner könnte es für Uli Hoeneß nicht zuletzt bei der Jahreshauptversammlung (hier geht es zum Live-Ticker) des Rekordmeisters am Freitag ungemütlich werden. Nach Informationen der Bild sollen mehrere langjährige Mitglieder über ihren Vereinsaustritt sinnieren - und dies auch per Mail kundgetan haben. Kritische Wortmeldungen bezüglich der Causa sind auf der mit Spannung erwarteten Veranstaltung am Freitag nach derzeitigem Stand nicht auszuschließen.

Lesen Sie auch: Groß-Razzia gegen italienische Mafia: Durchsuchungen in NRW und im Großraum München. 

Hoeneß verbannt FC-Bayern-Legende Breitner von Ehrentribüne - Südkurve zeigt diese Reaktion

Update vom 28. November 2018, 8.15 Uhr: Ob sich Uli Hoeneß mit der Verbannung von Bayern-Legende Paul Breiter von der Ehrentribüne einen Gefallen getan hat? Lauschte man den Sprechchören der Bayern-Fans in der Südkurve beim gestrigen Spiel in der Champions League gegen Benfica Lissabon, dann wohl eher nicht. 

In der Schlussphase, als beim überzeugenden 5:1 über die Portugiesen bereits alles klar war, fassten die Fans in der Südkurve den Entschluss, Farbe für Breitner zu bekennen und stimmten deutlich zu hörende „Paul Breitner“-Sprechchöre an.

Nach der Partie ließ Uli Hoeneß seinen Sportdirektor Hasan Salihamidzic sprechen. Dieser erklärte, warum er in den letzten Wochen kaum vor die Mikrofone getreten ist.

Auch interessant: Wie tz.de* erklärt, können Sie die JHV 2018 des FC Bayern im Live-Stream sehen.

Hoeneß verbannt FC-Bayern-Legende Breitner: Beckenbauer will vermitteln

Update vom 27. November 2018, 22.15 Uhr: In den Wirbel um die „Bitte“ von Bayern-Präsident Uli Hoeneß an Paul Breitner, dieser möge sich künftig nicht mehr auf der Ehrentribüne in der Allianz Arena blicken lassen, hat sich nun der Kaiser eingeschaltet. „Ich wünsche mir, dass sich die beiden wieder zusammenraufen. Das sollte doch möglich sein zwischen zwei erwachsenen Menschen“, sagte Franz Beckenbauer der Bild-Zeitung.

Beckenbauer hatte zusammen mit Breitner und Hoeneß den sportlichen Grundstein für die großen Erfolge des FC Bayern gelegt, Mitte der 70er Jahre dreimal in Folge den Europapokal der Landesmeister gewonnen. Anfang der 80er allerdings verkrachten sich Breitner und Beckenbauer, das Verhältnis ist mittlerweile aber wieder entspannter. „Wenn ich dazu beitragen kann, bin ich natürlich dazu bereit“, bot Franz Beckenbauer seine Hilfe an.

Video: Franz Beckenbauer will zwischen Hoeneß und Breitner schlichten

Update vom 27. November 2018, 12.06 Uhr: In einem Interview äußert sich Uli Hoeneß zum Anforderungsprofil seines Nachfolgers. Zudem nennt er einen Zeitplan.

Neues Bayern-Beben! Hoeneß greift knallhart durch und verbannt FCB-Legende von Tribüne

News vom 26. November 2018 - Der Rekordmeister taumelt und taumelt. Langsam drängt sich die Frage auf, wann der FC Bayern endgültig fällt? Die sonst so knallharten FCB-Bosse wirken zimperlich. Jetzt reagiert die Vereinsführung auch überempfindlich auf die Kritik der eigenen Legenden. Uli Hoeneß soll offenbar seinen ehemaligen Freund Paul Breitner von der Ehrentribüne verbannt haben, wie die Bild berichtet. 

Die Nachricht soll Hoeneß nicht einmal selbst überbracht haben, stattdessen überließ er Finanz-Chef Jan-Christian Dreesen die undankbare Aufgabe: „Es gab einen Anruf von Herrn Dreesen, mir werde von Uli Hoeneß nahegelegt, mich auf absehbare Zeit nicht im Ehrengast-Bereich blicken zu lassen. Ich habe ihm gesagt: Damit habe ich ohnehin gerechnet. Und ich möchte den einen oder anderen im Moment sowieso nicht sehen“, erzählt Breitner.

Paul Breitner schickt Freikarten an FC Bayern München zurück

Der 67-Jährige hatte zuletzt öffentlich sein Unverständnis für die fast schon legendäre Pressekonferenz der FCB-Bosse vor fünf Wochen bekundet. Nun also der Ausschluss vom Ehrengast-Bereich. „Ich habe daraufhin beschlossen, meine zwei Ehrenkarten, die ich als Ehrenspielführer auf Lebenszeit besitze, zu Händen von Herrn Dreesen zurückzuschicken. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich Freikarten will.“

Es geht drunter und drüber beim Rekordmeister.

Auch interessant: Kabinen-Krach: Kovac rechnet lautstark mit Spielern ab - und spricht von Rauswurf

Offenbar nimmt Uli Hoeneß der Klub-Legende die deftige Wortwahl im „BR“ übel: „Es geht immer um die Familie, die FC-Bayern-Familie. Und dann müssen die Kinder heute sagen: Für den Papa müssen wir uns jetzt mal gewaltig schämen.“

Breitner selbst scheint im Moment eine zügige Versöhnung nicht anzustreben: „Ich werde mir ab sofort meine Karten ganz normal kaufen, wenn ich ins Stadion gehen will.”

cen/kus/mes

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