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Paul Wanner trainiert bei Österreich: So kämpft der DFB um das Bayern-Talent

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Von: Manuel Bonke

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Paul Wanner vom FC Bayern München.
Paul Wanner vom FC Bayern München. © Gladys Chai von der Laage/Imago

Paul Wanner gilt mit seinen sechzehn Jahren bereits als echtes Top-Talent im deutschen Fußball. Nun hat auch Österreich ein Auge auf den Deutsch-Österreicher geworfen.

München - Paul Wanner (16) gilt als eines der größten deutschen Talente. Beim FC Bayern hat der Mittelfeldspieler bereits diverse Rekorde aufgestellt. Bisher hat er seit der U 15 alle Jugend-Nationalmannschaften des DFB durchlaufen, doch nun locken der österreichische Verband und Nationaltrainer Ralf Rangnick (64) den Deutsch-Österreicher und haben ihn für den Lehrgang des A-Teams berufen. Und was sagt der DFB zu den Abwerbungsversuchen?

„Als Ralf Rangnick kürzlich bei uns am DFB-Campus war, hat er uns darüber informiert, dass er Paul für einen Sichtungs-Lehrgang nominieren wird. Diese Erfahrung möchte Paul machen, wir haben seine Entscheidung akzeptiert“, berichtet Joti Chatzialexiou (46) im Gespräch mit der tz und verrät in seiner Position als Sportlicher Leiter Nationalmannschaften, dass auch Bundestrainer Hansi Flick (57) persönlich um Wanner kämpft: „Dass er für Österreich spielberechtigt ist, ist bekannt. Dazu stehen unsere U-Trainer, Hansi und ich bereits seit Februar mit ihm im Austausch.“ Für die WM 2022 nimmt Flick unterdessen diese Spieler mit nach Katar.

Für zukünftige WMs: So kämpft der DFB um Top-FCB-Talent Wanner

Das Münchner Juwel möchte jedoch die Gelegenheit nutzen, sich die Arbeit beim ÖFB druckfrei anzuschauen. Zu dieser Entscheidung sagt Chatzialexiou: „Grundsätzlich bin ich kein Freund von Verbands-Hopping. Für eine Nationalmannschaft zu spielen, bedeutet, sich mit dem Land und dem Verband zu identifizieren. Das fordern wir von jedem Spieler ein.“

Bei allem Respekt vor Österreich sei der Weg zum A-Nationalspieler in Deutschland schwieriger. Gerade als junger Spieler brauche man Geduld: „Natürlich möchten wir Paul weiterhin im Deutschland-Trikot sehen. Letztlich liegt die Entscheidung, für welche Mannschaft er spielen und welchen Weg er gehen möchte, aber bei ihm.“ (bok)

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