Coach packt sich den Spezialisten

Müller und Pep: Skurrile Gaudi vor Elfmeter

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Pep Guardiola (l.) mit Thomas Müller.

München - Der etatmäßige Elfmeterschütze war am Samstag schon ausgewechselt, als der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. Doch die Sache war schnell geregelt.

Spaß an der Bayern-Seitenlinie.

Elfmeter sind in der Regel Chefsache beim FC Bayern! Thomas Müller ist der erste Schütze. Als Manuel Gräfe gegen Dortmund auf den Punkt zeigte, saß der 25-Jährige allerdings schon auf der Bank. Die Folge: Robben schnappte sich die Kugel und legte sie sich bereit. Grund genug für Pep Guardiola, sich einen kleinen Spaß mit Müller zu erlauben. Der Coach packte sich den Elfer-Experten und flüsterte ihm etwas zu, worauf Müller lachte und eine Wechsel-Geste in Richtung Robben machte. Ganz nach dem Motto: Wechselt mich ein, das ist mein Elfer!

Der Holländer ließ sich davon aber nicht beirren und knallte Weidenfeller das Leder um die Ohren. 2:1, Sieg eingetütet, alles glattgelaufen. Sah auch der Holländer so. „Es ist festgelegt“, sagte er zur Elfer-Rangordnung bei Sky. „Aber Thomas war draußen, er ist ja erster Schütze. Dann komme ich.“

Der Superstar verwandelte zum entscheidenden 2:1 (0:1) gegen Borussia Dortmund und wurde wieder einmal zur Schlüsselfigur im Duell der beiden Dauerrivalen. Sein Tor in der 85. Minute weckte auch Erinnerungen an die Nacht von Wembley im Mai 2013, als Robben sich im rein deutschen Champions-League-Finale für alle Bayern-Fans unsterblich machte. „Es ist immer schön, so ein wichtiges Tor zu machen“, sagte der 30-Jährige, und seine Freude war ihm anzusehen.

Es war sein nunmehr sechster Treffer in den letzten sechsten Spielen gegen den BVB. Sieben Torschüsse standen am Samstagabend für Robben zu Buche, der Flügelstürmer war trotz der muskulär bedingten kurzen Zwangspause im Vorfeld ein ständiger Gefahrenherd.

Und dabei hatte Robben einst eine verheerende Beziehung zu Spielen gegen Dortmund. Erinnert sei an seinen Elfmeter-Fehlschuss vor zweieinhalb Jahren. Damals wurde ein riesiger Eimer Häme über ihm ausgeschüttet. Aber das ist längst vergessen. „Ich war ganz überzeugt“, sagte Robben über seine Gefühle auf dem Weg zum Punkt.

Häme für den BVB hatte er im Übrigen nicht übrig, fast freundschaftlich tauschte er sich nach dem Ende mit dem überragenden Roman Weidenfeller aus. „Der Respekt voreinander gehört dazu“, sagte Robben. Das war allerdings nicht immer so.

lop/sid

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