Diskussion nach dem Schlusspfiff

Darum ärgerte sich Pep über Manuel Neuer

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Nach dem Spiel hatten Pep Guardiola und Manuel Neuer erstmal etwas zu diskutieren.

München - Bayern München bleibt durch das 4:1 gegen den 1. FC Köln auf Kurs. Doch zufrieden war vor den richtungweisenden Wochen kaum jemand beim Rekordmeister - vor allem Matthias Sammer nicht.

Guardiola nahm Manuel Neuer freudestrahlend in den Arm und tätschelte ihm die Wange. Doch dass sich der Trainer des FC Bayern bei seinem überragenden Torwart nach dem 4:1 (2:1) gegen den 1. FC Köln überhaupt bedanken musste, gefiel Sportvorstand Matthias Sammer überhaupt nicht. Trotz des scheinbar klaren Erfolgs am 115. Geburtstag der Münchner hob Sammer vor den richtungweisenden Wochen für den Rekordmeister wieder einmal mahnend den Zeigefinger.

„Wir haben nach dem 2:0 Szenen gesehen, die gegen einen anderen Gegner ein böses Erwachen geben. Und ich finde, das haben wir einfach nicht nötig. Die K.o.-Spiele kommen, dann kannst du dir das nicht erlauben. Wir dürfen nicht von der Individualität eines Manuel Neuer oder Franck Ribery alleine leben wollen“, sagte der 47-Jährige mit ernster Miene.

An das Pokal-Achtelfinale am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig hat Sammer bei seiner Kritik sicher nicht gedacht. Doch am 11. März wird es für den souveränen Bundesliga-Spitzenreiter in der Champions League beim Achtelfinal-Rückspiel gegen Schachtjor Donezk (Hinspiel 0:0) ernst. Und nur das ist für die Bayern der Maßstab.

Dabei fing beim 21. Sieg in Serie gegen einen Aufsteiger alles so vielversprechend an. Schon nach zehn Minuten stand es durch Tore von Bastian Schweinsteiger und Franck Ribery 2:0. Nur Kölns starker Torwart Timo Horn verhinderte in dieser Phase weiteres Ungemach für die Gäste. Doch als Anton Ujah mit dem Pausenpfiff aus dem Nichts der Anschluss gelang, änderte sich das Bild schlagartig.

Plötzlich stand Weltmeister Neuer gegen frecher auftretende Kölner mit drei Klasseparaden im Blickpunkt - und genau das missfiel nicht nur Sammer. „Das war ein komisches Spiel und hat wieder gezeigt, dass wir nichts geschenkt bekommen. Wir müssen immer Vollgas geben - nicht nur 30 Minuten“, warnte auch Arjen Robben, der mit seinem 17. Saisontreffer (67.) letztendlich alles klar machte. Man sei phasenweise „nicht ganz auf der Höhe gewesen“, monierte Neuer.

Die Frage für die kommenden Wochen sei deshalb, so Sammer, „ob man das akzeptiert oder ob wir in Zukunft dagegen ankämpfen wollen. Meine Intention ist, dass wir wieder in eine Phase kommen, wo die Gegner sagen, da ist nichts zu holen. Da sind wir im Moment nicht - und darauf weise ich im Moment hin.“

Auch Guardiola tritt seit Wochen auf die Bremse, ob nach einem 8: 0 gegen Hamburg, einem 6:0 in Paderborn oder eben nach dem Köln-Spiel. „Wenn ich sage, wir müssen uns verbessern, meine ich das auch so“, betonte der Spanier deshalb auch am späten Freitagabend wieder.

Selbst den überragenden Neuer nahm Guardiola da nicht aus, da dieser in der ersten Hälfte einen Rückpass von Jerome Boateng mit der Hand aufgenommen hatte. Da seien diese Kleinigkeiten, die bei großen Spielen entscheidend sein könnten.

Nach dem Schlusspfiff sorgte diese Szene dann auch noch für eine deftige kleine Diskussion zwischen Trainer und Torwart. Neuer war es übel aufgestoßen, dass ihn Guardiola nach der Rückpass-Szene mit einem deutlichen Wink mit dem Zeigefinger seine Meinung gegeigt hatte. Nach einigen Minuten Gespräch war dann aber offenbar wieder alles gut. Was auf dem Spielfeld passiert bleibt eben auf dem Spielfeld.

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Gegen Köln, das immer tiefer in den Abstiegsstrudel gerät, fiel das letztendlich nicht ins Gewicht, „weil wir mit viel zu viel Respekt reingegangen sind“, wie FC-Trainer Peter Stöger kritisierte. Die ersten beiden Gegentreffer seien „zu billig“ gefallen, fügte Kölns Sportchef Jörg Schmadtke an. Und dass sich sein Team beim 4:1 durch Robert Lewandowski (75.) habe auskontern lassen, „ist albern“.

Das Spiel zum Nachlesen hier im Ticker.

SID

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