Nach dem Spiel gegen Real Madrid

Pep genervt: "Warum können wir nicht über Fußball reden?"

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Pep Guardiola ist genervt.

München - Es ist offensichtlich, dass Pep Guardiola derzeit ziemlich genervt ist von den vielen vermeintlichen Baustellen rund um den FC Bayern, die in den Medien thematisiert werden. Nach dem Gewinn des Audi Cups zeigte sich der Bayern-Coach wieder erbost.

Seine eigene Vertragssituation, die Gerüchte um Mario Götze, sein Verhältnis zu Thomas Müller, die Identitätsfrage beim FC Bayern, Peps Wutausbruch gegenüber Nigel de Jong - es gibt derzeit viele Themen rund um den FC Bayern, die Journalisten und Fans des Rekordmeisters beschäftigen. Pep Guardiola ist das offenkundig alles andere als recht. In den vergangenen Tagen war der Bayern-Trainer sichtbar angefressen von den vielen Fragen, die ihm zu nicht-fußballspezifischen Themen gestellt wurden. So auch am Mittwoch Abend auf der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Real Madrid (1:0) und dem damit verbundenen Gewinn des Audi Cups. Der Katalane zeigte sich ziemlich genervt darüber, dass die erste Frage eines Journalisten war, was es mit einer bestimmten Geste auf sich hatte, die Guardiola im Vorfeld des Spiels in Richtung Publikum gemacht hatte. Da platzte es aus Pep heraus: "Gestern war die erste Frage über de Jong, heute die erste Frage über eine Geste. Ich verstehe nicht, warum wir nicht über Fußball sprechen können. Gestern haben wir unglaublichen Fußball gespielt. Und die Geste war ein Gruß an Freunde im Publikum, das war der Grund", echauffierte sich Guardiola.

Pep Guardiola: Fans diskutieren nach Buhrufen

Einmal Note 1! Bilder & Einzelkritik zum Bayern-Sieg

Das musste offenbar raus. Doch damit nicht genug. Nachdem sich Guardiola kurzzeitig über das Spiel und Gegner Real Madrid äußerte ("Das war nur ein Freundschaftsspiel für uns, aber Madrid zu schlagen ist schon genial") kam der Coach auf Neuzugang Douglas Costa, den besten Mann des Spiels, zu sprechen. Und auch hier bekamen Medien und Öffentlichkeit ihr Fett weg, an die Pressevertreter richtete Guardiola sogar einen Appell: "Wenn Bayern das nächste Mal einen Spieler verpflichtet, den ihr noch nicht kennt, weil er bei einem kleineren Klub im Ausland spielt, dann gebt ihm Zeit." Die Kritiken am finanziellen Volumen des Transfers gemessen an der internationalen Bekanntheit des Spielers hatten den Trainer offenbar genervt. "Die Presse hat Douglas Costa schon früh kritisiert, obwohl sie ihn gar nicht kannte. Er hat eine Wahnsinns-Qualität und kann sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite spielen. Der FC Bayern muss glücklich sein über seine Verpflichtung. Er kann sehr komplizierte Dinge einfach aussehen lassen. Ich bin sehr glücklich mit ihm."

Pep Guardiola: Was verschlägt ihm da die Sprache?

Nachdem das nun geklärt ist und auch Mario Götze nach seinen zunächst etwas kritischen Tönen zurückgerudert ist, kehrt vielleicht vorerst etwas Ruhe ein beim FC Bayern. Wahrscheinlicher ist aber, dass es weiterhin viel zu fragen und zu spekulieren gibt. Allein die Tatsache, dass die Zukunft des Bayern-Trainers immernoch ungeklärt ist, sorgt für immer wiederkehrende Fragen und Spekulationen.

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