Fast hätte er den Vertrag aufgelöst

“Dachte daran, Uli Hoeneß anzurufen“ - Darum wollte Guardiola beim FC Bayern vorzeitig hinschmeißen

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Pep Guardiola hatte mit der deutschen Sprache schwer zu kämpfen.

„Pep Guardiola löst vorzeitig Vertrag beim FC Bayern auf!“ So oder so ähnlich hätten 2013 die Schlagzeilen lauten können. Denn vor Amtsantritt plagte sich der Coach mit schwerwiegenden Problemen herum.

Manchester -  In 161 Pflichtspielen betreute Guardiola den FC Bayern München als Chef-Coach. Sein Punkteschnitt: 2,41! Ein überragender Wert, den er nicht einmal in Barcelona (2,36) erreicht hatte. Obwohl ihm der ganz große Wurf mit dem Champions-League-Triumph in München nicht gelang, gehört er wohl zu den besten Trainern, die je beim FCB an der Seitenlinie gestanden haben. Kurz nach der Vertragsunterschrift kamen jedoch gewisse Zweifel auf. Nicht wegen des Vereins oder der Spieler, sondern aufgrund der Sprache, wie er nun verriet. 

Schon beim „Festival dello Sport“ der bekannten Sportzeitung Gazetta dello Sport hatten sich Guardiola und Carlo Ancelotti schmunzelnd über die schwere deutsche Sprache beklagt. Im Interview im Podcast mit Guillem Balague der BBC kam der Katalane erneut auf diesen Stolperstein zu sprechen und verriet mit einem kleinen Augenzwinkern, dass er zwischendurch dachte, er müsse den Vertrag mit den Münchnern wieder auflösen. 

Pep Guardiola: „Es ist so schwer für Kinder, wie soll es für 41-Jährigen sein?“ 

Ehrgeiz, die deutsche Sprache zu lernen, kann man Guardiola nicht absprechen. Die erste Pressekonferenz an der Säbener Straße hielt er direkt auf Deutsch. „Als ich den Vertrag mit Bayern München unterschrieben hatte, begann ich, Deutsch zu lernen. Ich habe jeden Morgen drei oder vier Stunden die Grammatik gelernt. Es war so schwer, so kompliziert. Nach zwei oder drei Monaten dachte ich, dass ich Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge anrufen und den Vertrag auflösen muss“, gesteht der Trainer von Manchester City. 

„Es ist so schwer für Kinder, wie soll es da für einen 41-Jährigen sein?“ Er habe aber dennoch weiter gelernt und sei hart geblieben. Irgendwann habe er seinem Deutsch-Lehrer gesagt, er solle sich zunächst auf die Fußball-Vokabeln konzentrieren. Immerhin, am Ende sprach er in den meisten Interviews Deutsch und auch die Kommunikation mit der Mannschaft dürfte angesichts der erfolgreichen Zeit keine große Hürde gewesen sein. 

Mit den Münchern holte er 2013 die Klub-WM, wurde dreimal deutscher Meister und zweimal DFB-Pokalsieger. Auch bei seinem aktuellen Arbeitgeber Manchester City hat Guardiola so langsam in die Spur gefunden. 2018 holten die Citizens souverän den Meistertitel in der Premier League und ließen sämtliche Liga-Rekorde purzeln. Auch in dieser Saison zählen die „Sky Blues“ sowohl national als auch in der Champions League zu den Titelaspiranten. 

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nc

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