Der neue Präsident positioniert sich

Kommt es zum Guardiola-Comeback beim FC Bayern? Hainer mit klarer Ansage

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Nach der Ära Uli Hoeneß steht mit Herbert Hainer ein neuer Präsident an der Spitze des FC Bayern. Beim aktuell heißesten Thema, der Suche nach einem neuen Trainer, will Hainer jedoch nicht aktiv eingreifen.

  • Herbert Hainer, der Nachfolger von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern München, will sich bei der Suche nach einem neuen Trainer heraushalten
  • Auf der FC-Bayern-Jahresversammlung zeigte sich, dass die Trainersuche für viele Fans eine Herzensangelegenheit ist
  • Vorläufig sitzt weiterhin Hansi Flick auf der Münchner Trainerbank 

Die Trainersuche beim FC Bayern ist künftig nicht mehr Chefsache! Denn: Neu-Präsident und Aufsichtsratschef Herbert Hainer (65) wird sich – anders als sein Vorgänger Uli Hoeneß – nicht mit einmischen, wenn in den nächsten Monaten ein neuer Übungsleiter für den deutschen Rekordmeister gesucht wird.

Hainer erklärte auf Nachfrage, wie denn die Trainersuche mit ihm als Präsident aussieht: „Zunächst einmal ist es so, dass das ganz klar die Aufgabe des Vorstands der AG ist. Der Vorstand der AG hat auch von dem Aufsichtsrat den Auftrag bekommen, in aller Ruhe den richtigen Trainer zu suchen und dann mit Vorschlägen an den Aufsichtsrat heranzutreten. Dann werden wir das auch im Aufsichtsrat besprechen und dann hoffentlich die richtige Wahl treffen.“

FC Bayen: Unter Hoeneß wäre das unvorstellbar gewesen

Heißt im Klartext: Hainer wird in seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats erst über den neuen Trainer (mit)entscheiden und überlässt die Trainersuche bis dahin Karl-Heinz Rummenigge, Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn, der in knapp zwei Monaten in den Bayern-Vorstand aufrückt. Unter Hoeneß wäre dieses Vorgehen unvorstellbar gewesen, in seiner Zeit als Bayern-Präsident war er in sämtliche sportlichen Fragen involviert. Zur Erinnerung: Hoeneß war es auch, der gemeinsam mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic die Verpflichtung von Ex-Trainer Niko Kovac im Frühjahr 2018 vorantrieb.

Überhaupt war das Trainerthema auch für viele Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung eine Herzensangelegenheit. Fan Nikolai Mende bat beispielsweise bei seiner Wortmeldung: „Holen Sie den Pep zurück an die Säbener Straße. Und wenn der Pep aus irgendeinem Grund nicht will, dann holen Sie ten Hag von Ajax.“ Sein Wunsch: Ein Trainer, der zum Fußball passt, den der FC Bayern spielen lassen möchte. Diese Vorstellung teilen auch die Bayern-Bosse und legen die Trainersuche vor allem nach diesem Aspekt aus.

FC-Bayern-Präsident Hainer: „Guardiola ist natürlich ein super Trainer“

Freilich wurde darum auch Neu-Präsident Hainer nach den Guardiola-Gerüchten gefragt. Der Katalane wird noch heute von aktuellen und ehemaligen Bayern-Spielern geachtet. Der antwortete präsidial: „Der Vorstand kümmert sich jetzt um die Sache und wird versuchen, nach bestem Wissen und Gewissen den besten Trainer für den FC Bayern München zu bekommen. Guardiola ist natürlich ein super Trainer. Er hat aber in Manchester City einen Vertrag. Und jetzt würde ich sagen: Lassen Sie uns warten, bis der Vorstand auf uns zukommt. Dann befassen wir uns mit allen Alternativen.“ Hoeneß hingegen wollte sich überhaupt nicht über eine mögliche Pep-Rückkehr äußern.

Fakt ist: Vorerst sitzt weiterhin Hansi Flick auf der Münchner Trainerbank. Das hatten Flick, Salihamidzic und Rummenigge vergangene Woche beschlossen. Der einstige Co-Trainer macht laut Rummenigge mindestens bis Weihnachten weiter „und möglicherweise darüber hinaus“. Nach tz-Informationen schließen es die Münchner Macher nicht komplett aus, dass bereits im Winter eine dauerhafte Lösung präsentiert werden kann. Allerdings wissen sie die Situation seriös einzuschätzen und sehen nur geringe Chancen, einen der Wunschkandidaten (ten Hag, Tuchel, Guardiola) kurzfristig von ihren aktuellen Klubs loszueisen. Mögliches Szenario: Flick macht bis Sommer weiter und anschließend übernimmt einer der gehandelten Kandidaten. 

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Eine Szene auf der Jahreshauptversammlung amüsierte die FCB-Mitglieder - doch sie gab auch einen Einblick in das Verhältnis der beiden bisher mächtigsten Männer des FC Bayern.

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