Vor DFB-Pokal-Halbfinale

Pep: Wenn der Kopf nicht bei Werder ist, dann ...

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Pep Guardiola warnt vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen Werder.

München - Die Bayern wollen ins Pokalfinale nach Berlin. Doch für Pep Guardiola ist das Spiel gegen Werder Bremen im Halbfinale alles andere als ein Selbstläufer.

Es klang fast ein wenig philosophisch, als Pep Guardiola seine Mannschaft Montag Mittag ins Gebet nahm. „Wenn der Kopf nicht bei Werder ist, steht Werder im Finale“, sagte der Coach des FC Bayern vor dem Pokal-Halbfinale Dienstagabend gegen die Bremer (20.30 Uhr, Sky, ARD und bei uns im Live-Ticker). Dem Spanier gefällt es überhaupt nicht, dass seine Mannschaft schon vor dem Anpfiff als erster Finalist im DFB-Pokal feststehen soll. Beim Aufeinandertreffen des Bundesliga-Spitzenreiters und dem Tabellen-16. sind die Rollen klar verteilt, doch von einem Sparziergang will Guardiola nichts wissen. „Es wird schwer für uns, das weiß ich. Wenn wir denken, dass es einfach wird, ist das ein großer Fehler“, betonte der 45-Jährige. Dennoch gibt es bei den Roten nur ein Ziel: Das Endspiel im Berliner Olympiastadion am 21. Mai – da geht’s hin!

Zum dritten Mal in seiner dreijährigen Amtszeit steht Pep im Pokal unter den letzten vier – nach dem Triumph 2014 soll diesmal der zweite Finaleinzug gelingen. Deshalb erwartet der Coach eine deutlich verbesserte Bayern-Mannschaft als noch am Samstag gegen Schalke. „Da war in der ersten Halbzeit alles zu langsam, das war unser Problem. Wenn wir gegen Bremen auch so spielen, dann bye, bye Pokal“, sagte Guardiola knallhart. So weit dürfte es Dienstagabend aber nicht kommen, die Bayern wissen um ihre große Chance: Als einzige Mannschaft können sie in diesem Jahr noch das Triple gewinnen. Ein Sieg gegen Werder ist dazu Pflicht, doch Guardiola erwartet noch ein wenig mehr. „Das Ziel ist es, gut zu spielen und das Finale zu erreichen“, erwartet der im Sommer scheidende Fußballlehrer mehr als nur eiskalten Ergebnisfußball. Dafür kehren der am Samstag geschonte Javi Martinez und der gesperrte Xabi Alonso wieder zurück in den Kader, auch in der ersten Elf dürfte Guardiola einige Korrekturen vornehmen.

Jerome Boateng gegen Atlético Madrid einsatzbereit?

Bis auf Arjen Robben und Holger Badstuber sind alle Spieler wieder fit, auch der rund drei Monate lang verletzte Jerome Boateng absolvierte Montag beim Abschlusstraining zum ersten Mal wieder eine Einheit mit der Mannschaft. Ist er vielleicht für das CL-Halbfinale kommende Woche gegen Atlético Madrid wieder einsatzbereit? „Das weiß ich noch nicht, wir müssen schauen. Ich analysiere, was ich im Training sehe und dann entscheide ich“, so Pep. Das Pokalspiel Dienstagabend kommt für den Weltmeister aber definitiv noch zu früh.

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Im letzten Duell zwischen den Roten und den Grün-Weißen in der Liga hieß es Mitte März zwar noch 5:0 für die Hausherren, dennoch sind sie vor dem Kontrahenten gewarnt. „Wahnsinn“ nannte Guardiola das, was die Bremer im Achtel- und Viertelfinale leisteten. Dem 4:3-Sieg Ende Dezember in Gladbach folgte im Februar ein 3:1-Erfolg in Leverkusen. „Da war Werder auch nicht Favorit. Wir haben gesehen was passiert ist“, erinnerte sich Guardiola – ebenso wie an das bittere Halbfinal-Aus des drückend überlegenen FCB im Vorjahr gegen den BVB im Elfmeterschießen: „Im Fußball kannst du besser sein und trotzdem verlieren.“

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