War seine Verletzung vermeidbar?

Wechsel ohne Pep! So verzockte sich Guardiola mit Robben

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Thiago ging für Arjen Robben - eine komische Wechselentscheidung.

München - Normalerweise sind die Einwechslungen von Pep Guardiola goldrichtig. Allerdings hatte er in der Partie gegen den BVB im DFB-Pokalhalbfinale kein gutes Händchen.

Pep Guardiola.

Die Arena erhob sich von ihren Sitzen. Es waren 67 Minuten im DFB-Pokalhalbfinale zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund gespielt, als BVB-Schreck Arjen Robben von Pep Guardiola eingewechselt wurde. Aber warum eigentlich? Warum brachte Guardiola beim Stand von 1:0 Robben für den vom Feld humpelnden Thiago? Denn anstatt einen Mann für das Zentrum zu bringen - auf der Bank saßen immerhin noch Bastian Schweinsteiger und Javi Martinez -, brachte der spanische Star-Coach einen Flügelflitzer und veränderte sein bis dahin sehr gut funktionierendes Teamgefüge. Zu allem Übel fiel kurz darauf der Ausgleich der Dortmunder und Pep reagierte auf seinen Fehler mit dem unsicheren Zentrum, indem er Schweinsteiger für Thomas Müller brachte.
Dass er sich verzockt hatte, merkte Pep, als sich der Niederländer ohne gegnerische Einwirkung einen Muskelbündelriss in der linken Wade zuzog und nach gerade einmal 16 Minuten Spielzeit (5 Ballkontakte, 0 Torschüsse und 3 Pässe) wieder vom Feld musste. Wahrscheinlich wäre die Alternative Schweinsteiger oder Martinez für Thiago in Anbetracht des Spielstandes klüger gewesen. Ein möglicher Grund ist der unbändige Wille von Robben, so früh wie möglich zu spielen. Man merkte, wie sehr er auf diesen Einsatz brannte. Schon bei seiner Einwechslung wartete der Niederländer nicht bis Thiago an der Seitenlinie war, sondern ging ihm energisch einige Meter entgegen und klatschte ihn ab. Außerdem waren es wichtige Spielminuten für das Champions-League-Halbfinale in Barcelona, die er sammeln sollte.

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Natürlich stellt sich die Frage: Hätte ein Dr. Müller-Wohlfahrt grünes Licht für eine Kadernominierung von Robben gegeben? Allerdings hängt die eine mit der anderen Verletzung - zumindest auf den ersten Blick - nicht miteinander zusammen.

Am Ende ist man immer schlauer und weiß, dass sich Guardiola mit seinem ersten Wechsel einiges kaputt gemacht hat. Denn: Er opferte anschließend den besten Elfmeterschützen der Bayern, Thomas Müller. Der Fehler des Spaniers ist deshalb umso auffälliger, da Guardiola mit seinen Impulsen von außen bislang immer auf sein Bauchgefühl vertrauen konnte und oftmals das Spiel positiv beeinflusste.

Am kommenden Samstag gegen Leverkusen und auch beim FC Barcelona wird sich die Mannschaft und die Ersatzbank nahezu von alleine aufstellen, da neben Robben auch Robert Lewandowskis Einsatz auf der Kippe steht. Der polnische Stürmer erlitt einen Oberkiefer- und Nasenbeinbruch.

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