In der PK vor Porto

Peps spanische Ansprache: "Habe sehr viel gelernt"

München - Pep Guardiola hielt in der Pressekonferenz vor dem CL-Rückspiel der Bayern gegen Porto eine lange spanische Ansprache. Wir haben sie übersetzt.

"War das die schwierigste Woche in letzter Zeit? Nein. In den vergangenen Wochen habe ich als Trainer sehr viel gelernt. Ich habe nie mit derartig schwierigen Situationen gearbeitet. Es war eine Herausforderung, aber bei Weitem nicht die schwierigste Situation. Wir sind einen Schritt davon entfernt, Meister zu werden und im Pokalfinale zu stehen. Und wir haben die Möglichkeit, daheim mit unseren Leuten im Rücken das Halbfinale zu erreichen.

Ich habe meinen Spielern gesagt: Um in das Finale der Champions League einzuziehen, müssen derartige Dinge passieren. Du kannst nicht denken, dass du einfach so in das Finale oder in das Halbfinale der Champions League einziehst, dass du in Porto 0:4 gewinnst und dann hier 4:0, dass du in Donezk 0:5 gewinnst. (…) Um ins Finale oder ins Halbfinale einzuziehen, müssen diese Dinge passieren. Und die Frage ist, ob man in der Lage ist, all das durchzustehen – das ist doch das Wunderschöne am Sport. (…) Deshalb kann ich meinen Spielern, der Mannschaft, dem Staff keinen einzigen Vorwurf machen – niemandem! Wir sind wenige und genug. Solange wir die sind, die was bewirken wollen, sind wir genug. Der Rest ist nicht wichtig. Die Erfahrung, die ich als Spieler gemacht habe, ist, dass wir jedes Mal Schwierigkeiten überstehen mussten, um die Champions League zu gewinnen. Ich habe mal das Finale erreicht und habe ein Tor geschossen, ohne einmal aufs Tor geschossen haben. 1992 war das. Und ich habe auch mal ein Halbfinale der Champions League verloren, bei dem ich 25-mal aufs Tor geschossen habe.

Gäbe es keine Schwierigkeiten, hätte es keinen Sinn, hier zu sein. Wir werden unsere Momente haben. Wir hoffen natürlich, sie zu nutzen. Und die von Porto zu überstehen, denn auch sie werden sie haben. (…) Wo kann der Schlüssel im Spiel liegen? Gut spielen. Gut spielen. Die Leute sagen, dass uns die Allianz Arena helfen wird. Sie wird uns dann helfen, wenn wir gut spielen. Wenn sie es nicht tun, dann weil sie sagen: Sie spielen nicht gut, wir kommen nicht weiter. Und dann werden sie traurig sein. Wir müssen liefern. Solche Spiele gewinnt man nicht durch Tapferkeit, denn der Mut und das Verlangen, das Halbfinale zu erreichen, liegen im Wettbewerb selbst. (…)

Aber natürlich können wir auch verlieren. Warum? Weil es nun mal passiert, dass man in acht Minuten zwei Fehler macht und man 0:2 hinten liegt. Und weil Porto eine große Mannschaft ist. Aber in Porto hatten wir auch zu 60 Prozent den Ball. Wir haben versucht, das Spiel so weit wie möglich zu dominieren. Und das werden wir auch morgen versuchen zu tun."

Rubriklistenbild: © dpa

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