Vor Spiel gegen Eintracht Frankfurt

Pep Guardiola warnt: Sieben Punkte sind jetzt kein großer Vorsprung

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Pep Guardiola und seine Mannschaft werden erst am Freitag anreisen.

München -  Pep Guardiola warnt vor dem Spiel des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt: „Sieben Punkte sind im Oktober kein großer Vorsprung.“

Keine Zeit zum Verschnaufen bleibt den Stars des FC Bayern. Nach dem 3:1-Pokalerfolg am Dienstag in Wolfsburg ruft am Freitagabend (20.30 Uhr, Sky) schon wieder der Liga-Alltag. Bei Eintracht Frankfurt wollen die Roten den elften Sieg im elften Spiel einfahren. Damit würden sie den Startrekord in Europas Top-Ligen von den Tottenham Hotspurs aus der Saison 1960/1961 einstellen. Im Gegensatz zu Matthias Sammer sieht Pep Guardiola den straffen Zeitplan des Rekordmeisters dabei entspannt. „Wir haben immer englische Wochen“, meinte der Coach zu der kurzen Pause. So ganz gehen die Reisestrapazen aber auch an den Münchnern nicht vorbei, erstmals unter Guardiola reisen sie erst am Spieltag an. „Wir kommen gegen 13 Uhr im Hotel an. Dann haben wir noch genug Zeit, um zu essen und zu schlafen“, sieht der Spanier kein Problem darin.

Zeit haben die Bayern also genug, Vorsprung auch. Satte sieben Punkte liegen sie vor dem Tabellenzweiten aus Dortmund, aus den europäischen Elite-Ligen kann da einzig Paris St. Germain mithalten. Während die Hauptstädter in der Ligue 1 ebenso wie der FCB einsam ihre Kreise ziehen, ist der Kampf um die Spitze in den anderen Ländern umkämpft. In England führen Arsenal und Man City das Tableau gemeinsam an, in Spanien Real Madrid und Barcelona. In Italien liegt die Roma vorne, doch gleich drei Teams liegen mit zwei Zählern Rückstand in Lauerstellung. In den anderen Ligen wechselt die Tabellenführung fast wöchentlich, das Wort Titelkampf trifft in der Premier League tatsächlich zu, ebenso wie in der Primera División und der Serie A. Hierzulande gab es für die Bayern schon nach dem achten Spieltag und dem 5:1 gegen den BVB die ersten Glückwünsche zur Meisterschaft.

Was die FCB-Fans freut, gefällt Guardiola überhaupt nicht. „Sieben Punkte sind im Oktober kein großer Vorsprung. Im Mai schon, aber jetzt noch nicht“, bemühte sich der 44-Jährige, die Spannung hochzuhalten. Allerdings wohl eher bei seinen Spielern als in der Liga. Denn Guardiola gab zu, dass ihm die Wahrnehmung der Tabellensituation überhaupt nicht passt. „Es ist nicht einfach für mich. Wir Trainer denken uns: Was denken wohl die Spieler, wenn sie jeden Tag lesen, dass die Meisterschaft schon vorbei ist? Ich muss viel mit ihnen sprechen und sage ihnen: ,Achtung, Achtung, Jungs. Es ist noch nicht vorbei‘“, verriet Pep seine momentane Hauptaufgabe. Denn sportlich ist den Münchnern derzeit nicht beizukommen, das zeigte der Auftritt in Wolfsburg einmal mehr. Doch selbst an der Gala in Hälfte eins fand der Coach noch einige Mängel. Doch genau die machen ihn irgendwie glücklich. „Perfektion existiert nicht. Das ist das Schöne an unserem Beruf“, lächelte er. Doch wenn man ihn so reden hört, ist es genau die, die er so gerne erreichen würde.

Übrigens: Über das Spiel Eintracht Frankfurt gegen den FC Bayern berichten wir auch im Live-Ticker.

sw

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