"Wahnsinn!"

Pep lobt deutsche Balance im Transfer-Irrsinn

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Pep Guardiola kann die hohen Transfersummen zwar erklären, aber nicht nachvollziehen.

München - Die Transfersummen des heutigen Sommers sind absurd, so noch nicht da gewesen. "Wahnsinn", findet auch Pep Guardiola. Allerdings meint er damit Deutschland und versteht es als Lob!

Beim Poker um Kevin De Bruyne etwa ruft Manchester City um die 80 Millionen Euro auf. Pep Guardiola sprach in dem Zusammenhang von „Wahnsinn“ – doch der Trainer des FC Bayern meinte dabei das Gegenteil, er meinte Deutschland! Wie in der Bundesliga mit dem Geld umgegangen wird, ist für ihn absolut lobenswert. Eben ein vernünftiges Wirtschaften entgegen dem Trend.

„Ich weiß, dass das große Summen sind“, führte Guardiola am Freitag auf die gehandelten Transferwerte aus. „Der Grund ist, dass viele Leute Fußball schauen. Sie schauen diesen Fußballspielern zu, und in der Halbzeit schauen sie die Werbung. Von dieser Werbung lebt der Verein. Und wenn weniger Leute Fußball schauen, dann sind diese Summen nicht möglich. Es ist nicht normal, nein. Aber wenn eine Person oder ein Verein so viel Geld hat, dann wird es bezahlt.“ Und dann kam der Teil, in dem er sagte, was er wirklich mag. Nämlich die deutschen Verhältnisse. Auf die Frage, ob der Fußball nicht durch diese extreme Geldflut kaputtgeht, sagte der Spanier: „Aus diesem Grund ist Deutschland Wahnsinn. Ich freue mich, wenn es hier jeder Verein probiert, so gut es geht. Und die Balance bleibt. Ich denke, das ist besser für die Zukunft!“ Das große Pep-Lob!

Nur kurz danach verkündete auch der FC Bayern noch einen Transfer. Allerdings nicht zu astronomischen Summen, und auch nur für einen Zeitraum von einem Jahr: Pierre-Emile Höjbjerg wechselt sofort zum Ligakonkurrenten Schalke 04. „Ich freue mich auf diese neue Aufgabe“, wird Höjbjerg in einer FCB-Pressemeldung zitiert. „Ich möchte Spielpraxis bekommen und mich weiterhin für den FC Bayern empfehlen.“ Um vielleicht schon nächstes Jahr eine tragende Rolle im bayerischen Mittelfeld zu übernehmen.

„Dies ist eine für beide, bzw. alle drei Seiten sehr gute Lösung,“ erklärt Sportvorstand Matthias Sammer. „Wir setzen nach wie vor sehr große Hoffnungen auf Pierre-Emile Höjbjerg und sehen seine Zukunft in München.“ Und man spart nebenbei vielleicht auch noch eine große Millionensumme ein. Wahnsinn!

mic

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