Er verrät auch, wie nahe ein Wechsel war

Lahm gibt Details preis: Deshalb ist er nicht Bayern-Sportdirektor geworden

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Philipp Lahm.

Philipp Lahm wird oft als möglicher Name gehandelt, wenn es um die Zukunft der FC Bayern nach der Ära Hoeneß und Rummenigge geht. Er verrät, wieso er damals nicht Sportdirektor wurde.

München - Die Bayern-Bosse stehen im Fokus. Uli Hoeneß und Co. haben bei ihrem Rundumschlag gegen Kritiker und Medien mächtig ausgeteilt. Einer, der 2017 gleich nach dem Ende seiner aktiven Karriere fast auch in die Führungsriege des FC Bayern aufgestiegen wäre, ist Ex-Kapitän Philipp Lahm. Im Bild-Podcast „Phrasenmäher“ verrät er, wieso es nicht zu einer Zusammenarbeit kam.

Lahm: „Es hätte nicht funktioniert“

„Wir hatten einen Austausch, vor allem mit Karl-Heinz Rummenigge. Wir haben darüber gesprochen. Ich habe dann am Ende gesagt, dass der Posten als Sportdirektor für mich nicht in Frage kommt. Auch die Zeit wäre schwierig geworden. Vom Spielerdasein nur ein halbes Jahr später in eine ganz andere Funktion zu treten. Ich hatte da noch meine Mannschaft mit meinen Leuten, die mir sehr nahe waren - und dann wäre ich auf einmal ihr Chef gewesen. Es hätte nicht funktioniert.“

Es gab außerdem inhaltliche Differenzen zu den Positionen von Hoeneß und Co: „Ich habe für mich entschieden, dass es nicht passt. Inhaltlich teilweise, aber vor allem auch zeitlich.“

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Die Absage sei „persönlich“ erfolgt. „Ich war jeden Tag an der Säbener Straße wegen des Trainings. Da haben wir uns weit vorher schon unterhalten. Mit Rummenigge, Jan-Christian Dreesen und Uli Hoeneß.“

Anstatt Lahm wurde 2017 Hasan Salihamidzic als Sportdirektor verpflichtet.

Philipp Lahm in seiner Rolle als EM-Botschafter 2024.

Lahm: Ich wäre beinahe zum FC Barcelona gewechselt

Lahm verriet außerdem, wann er einem Wechsel als Spieler zu einem anderen europäischen Top-Klub einmal am nächsten war: „Barcelona war ein Thema, bei dem ich mir Gedanken gemacht habe. Sie waren zu dem Zeitpunkt unglaublich gut und erfolgreich. Ich habe von einem Interesse gehört und habe mich dann mit ihnen getroffen. Es lag mir aber nie ein Vertrag vor, so weit kam es nicht.“

Lahm entschied sich nämlich für weitere Jahre bei den Bayern. „Ich hatte das Ziel, mit meinem Heimatverein den maximalen Erfolg anzugehen. Ich hätte es mir nicht verzeihen können, wegzugehen und zu sehen, dass Bayern Erfolg hat. Obwohl ich bei Barcelona vielleicht bessere Chancen gehabt hätte. Der Erfolg mit ‚meinem‘ Verein hatte aber für mich mehr Wert.“

Erfolge hatte Lahm auch in der deutschen Nationalmannschaft, von 2010 bis 2014 war er Kapitän der DFB-Elf. Der Übergang von Michael Ballack verlief damals alles andere als geräuschlos. Lahm bereut vor allem einen Fehler im Umgang mit „dem Capitano“ Ballack

Interessantes Video: Nach WM-Vergabe

Die EM-Vergabe an Deutschland zahlt sich für Philipp Lahm auch finanziell aus.

cg

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