„Querschnitt des Fußballs“

Bayern-Legende Lahm stellt neues Buch vor: Zwei Ex-Trainer kommen gar nicht gut weg

Philipp Lahm, ehemaliger Fußballprofi, spricht während einer Pressekonferenz beim Bayerischen Heilbädertag.
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Philipp Lahm (Archivbild) hat in seinem neuen Buch einen „Querschnitt des Fußballs“ versucht.

Philipp Lahm packt in seinem neuen Buch über einstige Kollegen beim FC Bayern München aus. Dabei beschreibt er auch zwei Ex-Trainer.

  • Philipp Lahm, ehemaliger Star des FC Bayern, legt nach seiner Biografie ein weiteres Buch vor.
  • Aus diesem Anlass hat sich der Ex-Spieler des Triple-Siegers in einer PK über seine Trainer-Ambitionen geäußert.
  • Der 37-Jährige packt in dem Werk auch über frühere Kollegen aus.
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München - Es gibt im Kosmos des FC Bayern wohl nur wenige Spieler, die den Fußball so durchdrungen haben wie Philipp Lahm. Der heute 37-Jährige traf gefühlt stets die richtige Entscheidung auf dem Rasen – ganz egal, ob unter dem Trainer Jupp Heynckes oder Pep Guardiola. Ganz egal, ob als Rechtsverteidiger oder zentraler Mittelfeldspieler. Wie Lahm den Fußball damals gesehen hat und den Sport heute sieht, hat er jetzt aufgeschrieben. Nach seiner Biografie Der feine Unterschied erscheint nun Das Spiel. Die Welt des Fußballs (ab 22. Februar, Verlag C.H.Beck).

„Es sind meine Gedanken, ein Querschnitt des Fußballs. Wie ich ihn erlebt habe, aber auch, was jetzt auf den Fußball zukommt“, sagte Lahm am Mittwoch bei einer virtuellen Pressekonferenz. Der Ex-Bayern-Star (517 Spiele) ist heute als Chef des Organisationskomitees für die EM 2024 in Deutschland nah dran.

Ex-Bayern-Star Philipp Lahm äußert sich zu seinen Trainer-Ambitionen

Eine Rückkehr als Verantwortlicher auf den Rasen schließt Lahm aber aus. „Ich kann es mir einfach nicht mehr vorstellen, tagtäglich auf dem Platz zu sein. Ich habe auch keinen Trainerschein oder vor, einen zu machen“, erklärte der gebürtige Münchner. Dem Fußball aber wolle er weiter verbunden bleiben.

Eine Karriere als Funktionär gar? Lahm: „Was nach der Euro 2024 passiert, weiß ich nicht. Aber ich denke, ich werde erst mal wieder etwas Abstand zum Fußball auf professioneller Ebene gewinnen.“ Dem Amateursport aber ist Lahm eng verbunden, der Weltmeister von 2014 trägt bei seinem Jugendklub FT Gern als Betreuer die Jacken seines Sohnes und der Mitspieler.

Philipp Lahm über Ex-Kollegen beim FC Bayern: „Wollte Macht demonstrieren“

Die alten Kollegen aber hat Lahm freilich genauestens im Auge. In seinem Buch packt der 37-Jährige in Teilen auch über alte Weggefährten aus. Etwa über Felix Magath. „Er war ein exzellenter Fußballtrainer, der sehr genau Spieler nach ihren Fähigkeiten beurteilen konnte. Ob er eine Spiel­idee hatte, ist schwer zu sagen“, schreibt Lahm. Bisweilen habe der Trainer, unter dem er seinen Durchbruch schaffte, „den Eindruck erweckt, dass er durch die Härte seiner Trainingsmethoden nicht zuletzt Macht demonstrieren wollte“.

Auch bei Louis van Gaal geht Lahm ins Detail. Dessen „robustes, mitunter autoritäres Auftreten entsprach nicht der internen Kommunikationskultur des Vereins“, so der Ex-Profi: „Wer vor so einem spannungsgeladenen Hintergrund gegen alle Widerstände unflexibel auf seiner Methohe beharrt, kann sich nur halten, wenn er damit herausragende Erfolge erzielt.“

Apropos Erfolge – die erwartet Lahm freilich auch von Bundestrainer Joachim Löw bei der EM im Sommer. Bei dieser Mission könnten die Münchner Thomas Müller und Jerome Boateng ja hilfreich sein. „Jogi ist der Letzte, der sich keine Gedanken darüber macht, Thomas oder Jerome zurückzuholen. Der denkt viel über den Fußball nach und darüber, wie er die Mannschaft am besten aufstellt“, versichert Lahm.

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