Bayern-Kapitän im Merkur-Interview

Lahm: Klare Absage an Olympia und Nationalelf-Rückkehr

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Bayern-Kapitän Philipp Lahm.

München - Nach dem Verkauf von Bastian Schweinsteiger sieht Bayern-Kapitän Philipp Lahm die Identität des Rekordmeisters nicht in Gefahr. Spekulationen um eine Teilnahme an Olympia 2016 weist Lahm zurück.

Die Tabellenführung der Bundesliga musste der FC Bayern am 2. Spieltag gleich wieder an Borussia Dortmund abgeben, für Bayern-Kapitän Lahm ist die starke Form des BVB allerdings keine Überraschung. "Ich habe immer gesagt, dass es vier, fünf Teams gibt, die um den Titel spielen können. Dortmund gehört da dazu. Es gibt in meinen Augen nicht nur den einen Bayern-Jäger", sagte Lahm gegenüber dem Münchner Merkur (Dienstags-Ausgabe). Insgesamt sei die Liga ausgeglichen und interessant, so Lahm weiter. Ziel des FC Bayern sei eindeutig die erneute Meisterschaft.

Bedingt durch den Verkauf von Bastian Schweinsteiger wurde im Umfeld des deutschen Rekordmeisters in den vergangenen Wochen eine intensive Debatte um die Identität des FC Bayern geführt. Für Lahm ist diese jedoch nicht in Gefahr: "Es muss sich beim FC Bayern keiner um unsere Identität sorgen. Schauen Sie sich doch die Mannschaft an: Es gibt einen Thomas Müller, einen Holger Badstuber, einen David Alaba, dazu mich – alle aus der eigenen Jugend. Dazu haben wir Manuel Neuer, Franck Ribery und Arjen Robben, die schon so lange da sind, dass ihr Herz praktisch rot schlägt." Zudem begrüßt Lahm die Ablehnung des 85-Millionen-Angebots von Manchester United für Thomas Müller. "Thomas ist eine dieser Identifikationsfiguren, denen du kein Preisschild anheften kannst. Er lebt den FC Bayern, ist ein sehr, sehr wichtiger Spieler für uns."

"Es gibt kein Weg zurück" - Olympia und DFB-Rückkehr kein Thema

Eine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro schließt Lahm kategorisch aus. Es jucke ihn "wirklich nicht. Als Fußballer siedle ich Olympia nicht so hoch an wie eine WM", sagte der 31-Jährige. "Außerdem finde ich, dass sich unsere U21-Spieler für Olympia qualifiziert haben. Sie haben sich das also verdient. Da werde ich keinem den Platz wegnehmen", fügte der Kapitän des Rekordmeisters an. Nach der Qualifikation der deutschen U21 für Rio war spekuliert worden, dass DFB-Trainer Horst Hrubesch unter anderem Lahm als einen von drei erlaubten älteren Spielern nominieren könnte. Per Mertesacker hatte auch schon abgewinkt.

Auch eine Rückkehr in die A-Nationalmannschaft kommt für Lahm nicht infrage. "Wer mich kennt, weiß, dass ich bei meinen Entscheidungen bleibe. Ich bereue sie nicht, sie war gut überlegt. Es war eine wunderschöne Zeit, aber für mich gibt es keinen Weg zurück", sagte Lahm im Merkur-Interview. Auch wenn er Bundestrainer Joachim Löw keine Ratschläge erteilen werde, kann sich Lahm eine Berufung des Brasilianers Rafinha ins DFB-Team vorstellen. "Rafinha in der deutschen Nationalmannschaft wäre für mich definitiv denkbar. Rafa ist ein super Typ. Er hat enorme Klasse, ist Rechtsverteidiger, spielt seit Jahren auf Top-Niveau - warum sollte so ein Mann keine Option für Löw sein?", erklärte Lahm.

Das ganze Interview lesen Sie in der Dienstagsausgabe des Münchner Merkur sowie am Dienstag ab 11 Uhr auch auf Merkur.de.

awe/SID/ep

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