"Das muss man dann akzeptieren"

Das sagt Lahm über einen möglichen Schweini-Abschied

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Wie lange bilden diese beiden noch das Kapitäns-Duo beim FCB? Philipp Lahm (r.) und Bastian Schweinsteiger.

München - Was wird aus Bastian Schweinsteiger? Diese Frage brennt zur Zeit allen Bayern-Fans unter den Nägeln. Nun hat sich Kapitän Philipp Lahm zu einem möglichen Abschied seines Kollegen geäußert.

Noch trägt Bastian Schweinsteiger das Trikot des FC Bayern. Am Freitag stellte der Rekordmeister einige Fotos des neuen Auswärtstrikots online, auf denen neben Xabi Alonso, Holger Badstuber und Thomas Müller auch Bastian Schweinsteiger abgebildet war. Ein gutes Zeichen, wird sich so mancher Fan gedacht haben, schließlich wird der FCB nicht mit einem Spieler werben, der kommende Saison nicht mehr da ist.

Und auch auf der Insel interpretierten Journalisten jene Fotos als Absage an Manchester United. Dass die Werbeaufnahmen jedoch in etwa genauso alt sein dürften wie Schweinis Chips-Bekenntnis, dürften die wenigsten bedacht haben. Der 30-Jährige spielt tatsächlich mit dem Gedanken, dem Klub den Rücken zu kehren, zu dem er im zarten Alter von gerade einmal 14 Jahren wechselte. Das belegen nicht nur die Zitate von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, wonach Schweini das United-Interesse „schmeichelt“, sondern jetzt auch die Aussagen von Mitspieler und Spezl Philipp Lahm. Der Kapitän, der Schweinsteiger seit der FCB-Jugend kennt, zu goal.com: „Für mich gibt es keinen Grund, mit Bastian das Gespräch zu suchen. Seit wir 16 sind, spielen wir in der gleichen Mannschaft - bis auf meine zwei Jahre in Stuttgart. Wir haben so viel erlebt. Für mich ist er ein überragender Fußballer. Die Entscheidung über seine Zukunft müssen er und der Klub treffen. Da hat kein anderer Spieler mitzureden.“

Nicht einmal Lahm selbst, der gemeinsam mit Schweinsteiger so viel auf dem Platz erlebt hat. 2002 wurden die beiden mit dem FCB A-Jugend-Meister, keine zwei Jahre später debütierten sie gemeinsam im DFB-Team - der Startschuss einer Karriere, die im WM-Titel vergangenes Jahr ihren Höhepunkt finden sollte. Kein Wunder also, dass Lahm den Weggang seines langjährigen Gefährten mit einem weinenden Auge sehen würde. „Klar, ich würde es bedauern. Ich selbst habe die Entscheidung getroffen, nicht mehr für das DFB-Team aufzulaufen“, so der 31-Jährige. Auch der Großteil der Fans, die Schweinsteiger sogar in den sozialen Netzwerken mit vielen Likes zum Verbleib bewegen wollten, würde der Weggang des großen Helden schmerzen. Lahm gibt aber zu bedenken: „Wir treffen Entscheidungen, und die sollte man akzeptieren.“

Der Samstag dürfte Licht ins Dunkel bringen. Bei der Team Präsentation in der Allianz Arena tritt Schweinsteiger wieder vor die Fans. Gut möglich, dass sein Abschied bis dahin schon fix ist. Nicht auszuschließen aber auch, dass er ähnlich wie 2010 und entgegen aller Mutmaßungen auf der großen Bühne seine Verlängerung verkündet. Dann müsste das Foto mit den neuen Leiberln nicht retouchiert werden…

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