Er spielt für seinen toten Vater

Höjbjerg: "Hoffe, dass mir die Zukunft gehört"

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Pierre-Emile Höjbjerg will in der kommenden Saison bei den Bayern durchstarten.

München - Nach seiner überraschenden Nominierung für die Startelf im Pokalfinale gegen Borussia Dortmund glaubt Bayern-Talent Pierre-Emile Höjbjerg an den Durchbruch in der neuen Saison.

„Ich hoffe, dass mir die Zukunft gehört, bin mir aber bewusst, wie viel man dafür arbeiten muss, wie professionell und mental stark man sein muss“, sagte der 18 Jahre alte Däne in einem Interview des „Kicker“ (Montag). „Bei Bayern spielen nur die Besten“, erkannte er.

In der abgelaufenen Spielzeit war der Mittelfeldspieler trotz des enormen Konkurrenzkampfes im Team des Fußball-Rekordmeisters immerhin zu sieben Bundesligaeinsätzen gekommen. Zudem lief er zweimal im DFB-Pokal auf. Sein Ziel für die kommende Saison sind doppelt so viele Spiele. Im Endspiel in Berlin gegen den BVB setzte Pep Guardiola Mitte Mai sogar von Beginn an auf ihn.

„Das war eine große Motivation, auch für die Zukunft und die neue Saison“, kommentierte Höjbjerg: „Es war ein Zeichen, dass ich mithalten kann und etwas draufhabe, wenn es wirklich ernst wird.“ Die Frage sei, wie ein Spieler in entscheidenden Situationen mit dem großen Druck umgehe, „dann muss man zeigen, dass man Eier hat“.

Als Vorbild für die Zukunft dienen ihm die etablierten Bayern-Stars aus der eigenen Jugend: Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm. Besonders an ersterem orientiert Höjbjerg sich: "Schweini ist Mister Bayern München, ein Kultspieler, der für alles steht, das den FC Bayern auszeichnet. Ich brauche Schweinsteiger oder Lahm, um von ihnen zu lernen."

Besonders dankbar ist Höjbjerg Michael Tarnat und seiner Familie. Bei ihr verbrachte er seine erste Zeit bei den Bayern und der Nachwuchskoordinator half ihm bei der Eingewöhnung. Auch vom Triple-Trainer Jupp Heynckes hat der 18-Jährige eine hohe Meinung. Der machte ihn nämlich zum jüngsten Bayern-Spieler der Geschichte in der Bundesliga. "Das war einfach großartig von ihm, er hätte es nicht machen müssen", so Höjbjerg.

Bei aller Vorfreude auf die kommende Saison trägt er aber auch immer noch seinen Vater im Herzen. Der verstarb Anfang April nach langem Kampf gegen den Krebs. Wegen ihm läuft Höjbjerg für die Nationalmannschaft Dänemarks auf, und bei ihm sind seine letzten Gedanken vor einem Spiel. "Ich habe in den letzten acht Monaten seines Lebens herausgefunden, dass er mich inspiriert", erzählt er. Sein Mittel dagegen ist der Sport: "Fußball ist meine Droge, Medizin und Therapie."

Von Pierre-Emile Höjbjerg wird man noch so einiges hören.

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

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bix/dpa

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