Starten sie in dieser Saison durch?

Hojbjerg und Rode: Optimismus in Reihe zwei

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Pierre-Emile Hojbjerg (l.) und Sebastian Rode: Die Männer aus der zweiten Reihe beim FC Bayern.

Guangzhou - Sebastian Rode und Pierre-Emile Hojbjerg sind die Männer in der zweiten Reihe beim FC Bayern. Doch womöglich starten beide in dieser Saison voll durch.

Nicht jeder ist so schnell zufriedenzustellen wie Sven Ulreich. Der Torwart ist von Stuttgart nach München mit der Perspektive umgezogen, seinen Stammplatz zwischen den Pfosten einzutauschen gegen einen Stammplatz auf der Bank. daran muss man erst mal einen Reiz finden. Ulreich ist es gelungen. „Alles ist viel größer als beim VfB“, hat er festgestellt, „alles hat Hand und Fuß und ist top organisiert.“

Im Umkehrschluss hieße das, dass es in der überschaubaren VfB-Welt auch mal ein bisschen ungeordnet zugeht. Zumindest wäre das ein Grund, warum Ulreich (26) davon überzeugt ist, „nach den schwierigeren Jahren in Stuttgart“ nun „einen positiven Schritt nach vorne“ gemacht zu haben. Er weiß ja selbst, dass ihn dieser Vorwurf seit Bekanntwerden des Wechsels verfolgt: Dass er seine sportlichen Ambitionen geopfert hätte und sich dafür mit einem hübschen Gehaltsplus entschädigen lässt.

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Gegenargumente kann er nur schwer anbringen. Gestern im Testspiel gegen Inter Mailand bezog Manuel Neuer erstmals wieder seinen Posten im Bayern-Tor und wird ihn nach den Erfahrungen der Vergangenheit so schnell auch nicht wieder verlassen. Ulreich tröstet sich damit, dass er sich „in den ersten Tagen im Training schon einiges abschauen konnte“.

Nicht ganz so harmonisch wird der Konkurrenzkampf im defensiven Mittelfeld. Dort hat sich zwar Bastian Schweinsteiger verabschiedet, doch Bewerber gibt es mehr als genug – und da ist Arturo Vidal noch gar nicht eingerechnet. Thiago, der seine langwierige Knieverletzung überwunden und den Mangel an Spielpraxis aufgearbeitet hat, genießt beim Trainer die höchste Wertschätzung. Auch Xabi Alonso hat gute Aussichten, ebenso wie Philipp Lahm, wenn er nicht gerade nach rechts hinten zurückkehren muss. Und dann kommt auch noch Vidal.

Für die Männer aus der zweiten Reihe sind das trübe Aussichten, doch in diesem Stadium der Vorbereitung verbietet sich Skepsis. Mit gesundem Optimismus kündigt Pierre-Emile Hojbjerg an, er werde nun „erst mal angreifen“ und ein erneutes Leihgeschäft wie zuletzt nach Augsburg sei kein Thema. Sebastian Rode klingt ähnlich. In seinem ersten Jahr bei den Bayern kam er auf sehr beachtliche Einsatzzeiten, die will er nun weiter ausbauen. „Ich habe mich gut eingelebt und in der Mannschaft zurechtgefunden. Jetzt geht es in die zweite Saison, da hat man andere Ansprüche an sich selbst.“ Im Test gegen Inter untermauerte er diese Ansprüche durch Taten. Mit einem schönem Pass leitete er das Siegtor ein.

sw

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