Bayern-Youngster plaudert

Tarnat sorgte bei Höjbjerg für Schmerzen

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Pierre Emile Höjbjerg (l.) im Zweikampf mit Dortmunds Henrikh Mkhitaryan im Supercup-Finale 2014.

München - Pierre Emile Höjbjerg scheint den Sprung in den Profi-Kader der Bayern geschafft zu haben. Im Interview spricht er über seine Zeit bei der Familie Tarnat und als Jugendspieler in Dänemark.  

Pierre Emile Höjbjerg hat den Sprung vom Jugendspieler in den Profi-Kader des FC Bayern geschafft. In der abgelaufenen Saison kam der Däne zu mehreren Liga-Einsätzen und stand im DFB-Pokal Finale in der Startelf der Münchner. Dieses Jahr will der Youngster richtig angreifen. Der Tod seines Vaters Anfang April war für den 19-Jährigen anfangs schwer zu verkraften. "Mein Vater wusste von klein auf, wo meine Stärken liegen und welche Schwächen ich habe. Er hat mich gefordert und gefördert, ob bei meinem ersten Verein BK Skjold oder im heimischen Garten.", sagt Höjbjerg im Interview mit dem Fußball-Magazin "11 Freunde".

In seiner Zeit als Jugendspieler beim FC Kopenhagen hätte der Däne im Alter von 13 Jahren beinahe mit dem Fußballspielen aufgehört. Damals lies sein Trainer ihn im Sturm spielen, womit Höjbjerg nicht einverstanden war: "Ich bin nur noch zum Training gegangen, um meine Freunde zu sehen, nicht um zu spielen. In diesem Alter spielen ohnehin die Hormone verrückt - das war keine leichte Zeit."

Den Spaß am Fußball fand Pierre Emile Höjbjerg dank eines Wechsels zu Bröndby IF, dem großen Rivalen des FC Koppenhagen. "Das kann man mit einem Wechsel von 1860 zu den Bayern vergleichen, und von Freunden und Bekannten musste ich mir schon ein paar Sprüche anhören."

"Konnte mich fünf Tage kaum bewegen"

2012 wechselte der damals 16-Jährige dann zum FC Bayern. Die Eingewöhnung in München verlief letztlich einfacher als er es sich vorgestellt hatte. Großen Anteil daran hatte die Familie Tarnat, bei der er fast zwei Jahre lang gewohnt hat. Aus der Zeit bei Michael Tarnat, der mittlerweile Jugendchef beim FC Bayern ist, ist Höjbjerg vor allem ein Erlebnis gut im Gedächtnis geblieben: "Nach dem Sommertrainingslager 2012 hat uns Jupp Heynckes den Sonntag freigegeben. Das Wetter war wunderbar und Michaels Frau Nicole trommelte die ganze Familie zusammen. Sie sagte: 'Wie fahren eine Runde Fahrrad.' Ich habe mich auf ein bisschen Ablenkung und ein lockeres Stündchen auf dem Rad gefreut..." Doch die Ablenkung fiel intensiver aus als gedacht: "Wir sind vier Stunden durch die Gegend geradelt! Anschließend konnte ich mich fünf Tage kaum noch bewegen, hatte einen richtig schlimmen Muskelkater. Damals habe ich mir geschworen, nie wieder so lange Fahrrad zu fahren."

Für die kommende Saison lautet Pierre Emile Höjbjergs Motto "Geduld". Er möchte sich Stück für Stück an die Stammelf der Bayern annähern, um demnächst auch in der Champions League aufzulaufen. Sein Ziel sei es nicht, nur ein Spiel zu machen, "sondern irgendwann den Pokal auf dem Marienplatz zu präsentieren."

wal

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