Im Winter ist für ihn Schluss bei Bayern

Poldi nach Dortmund?

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Lukas Podolski schießt die Bälle eigentlich lieber als dass er sie wirft.

Berlin - Es war eigentlich eine schöne Abwechslung, ein Spaßtermin.

Poldi: Berlin statt Köln!

Dienstag, 10.30 Uhr, Berlin. Im Ballsaal B des Hyatt-Hotels wurde eine Tischtennisplatte aufgebaut, an der Timo Boll mit einigen Nationalspielern ein paar Bälle spielen sollte. Erst sollten Heiko Westermann und Arne Friedrich vom Europameister eine Lehrstunde bekommen, danach Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski. Doch weil Schweini aufgrund eines internen Übermittlungsfehlers nichts von dem Termin wusste, stand Podolski allein da – und sagte das Match nach 20 Minuten Warten ab. Der (Noch-)Bayern-Stürmer hat keine Lust auf Späße. Anders als gewohnt präsentiert er sich diesmal auch im Umfeld der Nationalelf schlecht gelaunt. Der Grund ist klar: In München empfindet er keine Freude und sieht dort auch keine Zukunft mehr. Da der Jahresabschluss gegen England zum Gipfel ohne Glanz verkommt, ist Poldi dieser Tage das Thema. Seine Zeit bei den Bayern geht zu Ende – und jetzt meldet sich ein neuer Interessent: Poldi nach Dortmund?

Poldi: Geht er oder bleibt er?

„Vom Dortmunder Interesse habe ich auch gehört“, sagte Kölns Manager Michael Meier. „Es gibt eine klare Vereinbarung: Wenn der FC Bayern Lukas abgeben will, müssen sie sich bei uns melden.“ Vom 1. FC Köln gibt es keine offizielle Anfrage für Podolski. „Wir werden einen Teufel tun und auf den 1. FC Köln zugehen“, erklärte Karl-Heinz Rummenigge im Blickpunkt Sport – und sandte doch Signale, dass ein Verkauf zur Debatte steht. „Wer immer ihn verpflichten will, muss sich an den FC Bayern wenden. Es nützt nichts, mit Poldi zu sprechen. Ein Transfer ist immer ein Dreier-Geschäft, bei dem alle Beteiligten glücklich sein müssen.“ Das heißt: Findet sich ein Interessent, ist man gewillt, zu verhandeln.

Interview-Anfragen an Podolski wurden abgelehnt. Seine Botschaft wäre sowieso wie immer: „Ich will wieder Fußball spielen.“ – „Im Winter muss ich meine Situation überdenken.“ – „Ich bin mit der Situation nicht zufrieden.“ Die tz erfuhr nun: Im Winter ist für Podolski definitiv Schluss beim FC Bayern.

Neben den Kölner Träumereien, die sich finanziell kaum in die Realität umsetzen lassen können, gibt es nun eine neue, echte Option: Dortmund ist ernsthaft an einer Verpflichtung interessiert und zahlungskräftiger als Podolskis Heimatverein. Schöner Nebeneffekt: Weit weg von Köln wäre der 23-Jährige nicht. Poldi ist einem Engagement beim BVB nicht abgeneigt – Köln ist für ihn nicht mehr der einzige Ausweg. Lediglich das Ausland kommt für ihn nicht in Frage.

Poldi im Fokus – auch, weil dem Kracher gegen England die Luft ausgeht. Nach der Absagen-Flut spielt England mit einer B-Elf, auch das deutsche Team wird in dieser Formation nie mehr auf’s Feld geschickt.

„Die Situation ist schon ein bisschen schade“, gibt Oliver Bierhoff zu: „Die Ausfälle schwächen England, das ist nicht zu bestreiten. Trotzdem glaube ich an ein interessantes Spiel.“ Zudem gibt’s für die DFB-Elf einiges gutzumachen: In sieben Länderspielen in Berlin gab es gegen England keinen Sieg…

Tobias Altschäffl, Marcel Schwamborn

Quelle: tz

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