Kroos und Ronaldo voll des Lobes

Gemütsmensch Ancelotti: Das ist der neue Bayern-Trainer

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Freut sich schon auf en FC Bayern: Carlo Ancelotti wird ab Sommer 2016 Trainer an der Säbener.

München - Der FC Bayern kann sich auf einen weltgewandten Trainer freuen. Carlo Ancelotti lässt mit seiner Warmherzigkeit sogar die Stars staunen. Auch ein Ex-Bayern-Profi schwärmt.

Es ist erst ein paar Tage her, da sagte Carlo Ancelotti ein paar bemerkenswerte Sätze. "Ich werde nächste Saison wieder Trainer sein", war einer davon, dann ergänzte der Italiener: "Ich habe Lust, noch mal die Champions League zu gewinnen. Ich werde bei einem Klub trainieren, der in der Lage ist, das zu schaffen." Offensichtlich glaubt Ancelotti, dass er mit dem FC Bayern zum vierten Mal in seiner Laufbahn die wichtigste Trophäe im Vereinsfußball holen wird.

Ancelotti war seit Mai, seit seinem erzwungenen Abschied bei Real Madrid, ein willkommenes Spekulationsobjekt. Bald jede Woche wurde er durch ein neues Dorf getrieben, kein Wunder bei einem Mann mit seinen Meriten.

Ancelotti spricht über Rückkehr nach England

Zuletzt war unter anderem Manchester United in der Verlosung, auch Real soll wieder interessiert gewesen sein. Dazu kamen Aussagen wie jene im Independent: "Die Premier League ist in Sachen Atmosphäre und Umfeld die beste. Ich würde gerne zurückkommen."

Nun also ist es die selbsternannte "Weltstadt mit Herz", in die es den Weltbürger Ancelotti zieht. Ansonsten hat er fast alles schon gesehen, er hat in Rom und Mailand gespielt, er hat den AC Mailand trainiert, den FC Chelsea in London, das Scheich-Projekt Paris St. Germain und zuletzt eben Real, das ultimative Spektakel. Wo er war, war er erfolgreich, nicht immer dauerhaft super-super-super erfolgreich, aber unter anderem hat er eben dreimal die Champions League gewonnen.

Kroos schwärmt von Ancelotti

Und dort, wo er war, schwärmen sie noch heute über ihn. "Er konnte die Erfolgsbedingungen am besten mixen: die taktische Idee, das Menschliche, was gerade bei Real Madrid nicht so einfach ist. Als er ging, waren alle traurig - auch die, die nicht gespielt haben und Grund gehabt hätten, ihn dafür zu kritisieren. Es fiel kein negatives Wort über ihn. Das ist außergewöhnlich", sagte etwa der frühere Bayern-Star Toni Kroos neulich in einem Interview mit der Zeit.

Auch der Ego-Shooter Cristiano Ronaldo weint Ancelotti, dem Gemütsmensch aus der Emilia-Romagna, mehr als nur eine Träne nach. "Er war eine unglaubliche Überraschung", berichtete er in einem Interview mit ESPN, "ich dachte am Anfang, dass er härter sei, etwas arrogant. Es war das Gegenteil. Er ist wie ein großer Bär, ein genialer Typ, sehr sensibel. Er sprach täglich mit uns. Nicht nur mit mir, sondern mit allen. Er hatte Spaß mit uns."

Ronaldo vermisst Ancelotti

Ancelotti spricht vier Sprachen, neben Italienisch auch Französisch, Englisch und Spanisch. Die vergangenen Monate hat er vorwiegend im kanadischen Vancouver verbracht, der Heimatstadt seiner zweiten Ehefrau: Mit der Geschäftsfrau Mariann Barrena McClay, mit der seit Juli 2014 verheiratet ist. Von seiner ersten Frau Luisa, mit der er die Kinder Katie und Davide hat, hatte er sich 2008 nach 25 Jahren Ehe getrennt.

Für den Fall, dass sie beim FC Bayern nun Guardiola die ein oder andere Träne nachweinen - Cristiano Ronaldo würde wohl sagen: Freut Euch auf Carlo. "Er ist eine großartige Person und ich wünsche mir nur, das jeder Spieler die Möglichkeit hat, mit ihm zu arbeiten, denn er ist ein fantastischer Typ und Trainer. Ich vermisse ihn sehr."

sid

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