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Potsdams Frauen: Keine Angst vor Bayern

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Yuki Nagasato (l.) ist in Topform © dpa

Potsdam - Die Fußballfrauen des FC Bayern wollen es ihren männlichen Kollegen vormachen und ins Finale des DFB-Pokals einziehen. Doch die Gegnerinnen aus Potsdam sind furchtlos.

 “Wir möchten den Champions-League-Sieger schlagen“, kündigte Nationalspielerin Nicole Banecki vor dem Halbfinalspiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntag (14.00 Uhr) in Aschheim bei München an. Drei Tage später kämpfen die Profis des deutschen Rekordmeisters gegen den FC Schalke 04 ebenfalls um den Einzug ins Pokal-Endspiel.

So schön ist der Frauenfußball

Der überraschende Sieg im Viertelfinale gegen Duisburg hat der Mannschaft von Trainer Thomas Wörle Mut gemacht. “Vielleicht schaffen wir wieder so eine Sensation“, meinte Mittelfeldspielerin Julia Simic am Freitag. Die Bayern-Frauen sind allerdings krasse Aussenseiter. Potsdam kommt als amtierender Champions-League-Gewinner und Bundesliga-Spitzenreiter nach Bayern. In der Liga kassierten die Münchnerinnen in dieser Saison zwei 0:3-Niederlagen.

“Potsdam ist klarer Favorit“, sagte Trainer Wörle, “aber meine Mannschaft ist gereift und hat sich entwickelt. Wir wollen unser Selbstbewusstsein zeigen“. Im zweiten Halbfinale treffen am Sonntag (13.00 Uhr) der 1. FFC Frankfurt und der SC Bad Neuenahr aufeinander. Das Finale findet am 26. März in Köln statt.

Potsdam strebt nach drei Pokalsiegen (2004, 2005, 2006) und einer Finalniederlage (2009) die fünfte Endspielteilnahme im DFB-Pokal an. “Wir wollen das Triple holen, Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal gewinnen“, sagt Yuki Nagasato. Die 23-jährige Japanerin hatte am vergangenen Sonntag beim 7:0-Erfolg gegen den 1. FC Saarbrücken einen Hattrick erzielt und wird mit ihrer Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Deutschland teilnehmen.

“Seit das Endspiel nicht mehr im Berliner Olympiastadion sondern in Köln ausgetragen wird, ist der Pokal für uns nicht mehr ganz so interessant. Gleichwohl wollen wir natürlich ins Endspiel einziehen, zumal es dafür vom DFB 40000 Euro gibt“, erklärte Turbine-Trainer Bernd Schröder. “Der Kampf um die Meisterschaft und die Qualifikation für die Champions League haben jedoch Vorrang“, sagte der 68-Jährige.

dpa

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