Sieg in Frankfurt - und dann?

Heynckes: "Wir können das Werk vollenden"

Trainer Jupp Heynckes zum Feiern der möglichen Meisterschaft gegen Frankfurt: "Wir haben noch andere Ziele"
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Trainer Jupp Heynckes zum Feiern der möglichen Meisterschaft gegen Frankfurt: "Wir haben noch andere Ziele"

München - Der FC Bayern steht vor der schnellsten Bundesliga-Meisterschaft aller Zeiten. Offen ist aber, wie ausgelassen die Spieler den Titel feiern. Trainer Jupp Heynckes kann sich einiges vorstellen.

Es hätte schon zu Ostern passieren können, und es wäre eine schöne Sache im eigenen Nest gewesen: der 23. Titel für den FC Bayern. Leider half vor einer Woche Borussia Dortmund nicht ganz mit und gewann in Stuttgart. Immerhin tut es aber der Wetterbericht, und so könnte der FC Bayern noch vor Einbruch des Frühlings die Schale in der Hand halten!

Ein Sieg bei Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr, Sky und Liga Total) reicht, ein Nicht-Sieg von Dortmund gegen Augsburg ebenfalls. Und schon ist sie eingetütet, die schnellste Meisterschaft der Bundesliga-Geschichte!

„Wir können das Werk vollenden“, erklärte Jupp Heynckes am Freitag fast schon feierlich, obwohl mit Blick auf das Rückspiel gegen Juventus Turin (Mittwoch, 20.45 Uhr) wieder nicht gefeiert werden soll. Und auch als Schub für die anstehenden Aufgaben in der Champions League und eine Woche später im Pokal versteht er den Meistertitel nicht. „Nein, wir sehen das nüchtern und sachlich“, so Heynckes.

Nüchtern und sachlich muss man allerdings festhalten: Ein guter Verlauf am Samstag und man hätte eine ganz dicke Fahne in den Bundesliga-Boden gerammt! Am 29. Spieltag wurde noch niemand deutscher Meister, Lahm & Co. würden damit sogar Franz Beckenbauer und Gerd Müller überflügeln, die 1973 am 30. Spieltag die Schale holten. Beim gleichen Erfolg 2003 spielten die Kapitäne von heute neben Kahn und Scholl noch eine nette Nebenrolle. Nun winkt der Super-Rekord!

Facebook und die Bayern: Wer hat die meisten Fans?

Facebook und die Bayern: Wer hat die meisten Fans?

Diego Contento hat erst seit dem 3. Dezember eine eigene offizielle Facebook-Seite. Seine Posts schreibt er manchmal auf deutsch und italienisch. Seine Anzahl an "Freunden" belaufen sich deshalb noch auf geringe 778. (Stand: 4. April 2013) © dpa
Auch Luiz Gustavo ist im sozialen Netzwerk zu finden. Sowohl privat als auch mit mehreren Fanpages. Die meisten Likes liegen bei 1.803 und sind damit erheblich weniger als er wirkliche Freunde hat. Das sind 4.995. (Stand: 4. April 2013) © dpa
Claudio Pizarro ist nicht gerade der jüngste im Bayern-Kader. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum er erst Ende des Jahres 2012 sich eine offizielle Homepage zulegte. Er hat deshalb auch nur 2.373 "Freunde". (Stand: 4. April 2013) © dpa
Anatoli Timoschtschuk hat auch noch nicht so viele Fans in seinen Facebook-Bann gezogen. Mag sein, dass es an seinem schwierig zu buchstabierenden Namen liegt - den man auch noch in verschiedensten Variationen schreiben kann. Allein deshalb hat er mehrere Gruppen - in einer "besucherreicheren" sind es 2.499 Fans. (Stand: 4. April 2013) © dpa
Der Brasilianer Rafinha informiert 31.967 Fans auf seiner offiziellen Seite - natürlich auch auf Portugiesisch. (Stand: 4. April 2013) © dpa
22.134 Fans wollen gerne alles über Daniel van Buyten wissen. (Stand: 4. April 2013) © dpa
Dante hat sich bei Facebook nicht so in den Vordergrund gespielt wie in München. Der Brasilianer hat erst 51.264 Fans. (Stand: 4. April 2013) © dpa
Ein wenig überraschend ist auch die Anhängerzahl von Franck Ribéry. Lediglich 171.262 Leute wollen ihm bisher folgen. (Stand: 4. April 2013) © dpa
40 Millionen hat Javi Martinez, allerdings gekostet und nicht Facebook-Freunde. Da hinkt der Spanier noch etwas hinterher. 129.484 Fans verfolgen seine Posts. (Stand: 4. April 2013) © dpa
Mario Mandzukic hat auch vor seiner Zeit beim FC Bayern fleißig Likes gesammelt. Er hat nun 182.464. (Stand: 4. April 2013) © dpa
Jérome Boateng darf sich über 240.816 Anhänger freuen. (Stand: 4. April 2013) © dpa
233.254 Mal "Gefällt mir" konnte Innenverteidiger Holger Badstuber schon verbuchen. Ein Achtungserfolg für das junge Talent. (Stand: 4. April 2013) © dpa
David Alaba schreibt regelmäßig selbst auf seiner Facebook-Page. Mit Erfolg: Immerhin schon 290.884 Fans verfolgen die Kommentare des Österreichers. (Stand: 4. April 2013) © dpa
Der kleine Dribbelkünstler Shaqiri versucht seine Schweizer-Freunde stets auf dem Laufenden zu halten. Immerhin folgen ihm 461.547 Leute bei dem Social Network. (Stand: 4. April 2013) © AP
Fast die halbe Millionen erreicht: Toni Kroos und seine 498.138 Facebook-Fans. (Stand: 4. April 2013) © dpa
Die Millionenmarke knackt hingegen Kapitän Philipp Lahm hat auf einer seiner zahlreichen Seiten 1.091.337 Getreue. (Stand: 4. April 2013) © dpa
Auch Stürmer Mario Gomez kann sich über die siebenstellige Zahl freuen. Der Nationalspieler hat 1.163.264 Fans. Damit steht er nur noch ganz knapp hinter... (Stand: 4. April 2013) © dpa
Arjen Robben schafft es auf beachtliche 1.242.164 Facebook-"Freunde". (Stand: 4. April 2013) © dpa
... seinem Keeper Manuel Neuer. Ob noch Schalke-Fans unter seinen Facebook-Verfolgern sind? Satte 1.327.746 Mal wurde auf seiner Seite "Gefällt mir" gedrückt. (Stand: 4. April 2013) © dpa
Mit seinen 1.455.519 Anhänger, die gespannt die Einträge auf Bastian Schweinsteigers Pinnwand verfolgen, hat der Mittelfeld-Stratege seinen Kapitän und Arjen Robben überholt. (Stand: 4. April 2013) © dpa
...Thomas Müller! Und der bleibt vorerst auf Platz 1: 1.527.716 Fans folgen seinen Mitteilungen auf der Seite. Erstaunlich: Fast täglich steigt die Zahl um einen Tausender nach oben. (Stand: 4. April 2013) © dpa

Selbst der Punkte-Vorsprung könnte noch locker weiter ausgebaut werden, zurzeit liegen die Heynckes-Kicker mit den Legenden von 72/73 gleichauf, die 20 Zähler mehr auf dem Konto hatten als der damalige Zweite Köln.

Schöne Aussichten, selbst für den sonst so fokussierten Trainer. „Das interessiert mich schon. Es ist nicht so, dass wir das ganz beiseite schieben!“, meinte Heynckes.

Daher wäre es wohl verständlich, wenn der ein oder andere Spieler ab 17.15 Uhr auf die (kleine) Pauke hauen will. Philipp Lahm schmunzelte bereits: „Dieses Mal haben wir ja eine Rückfahrt...“ Und da dürfte wohl schon ein Bierchen geöffnet werden! Vielleicht gibt es vorher sogar eine komplette Bier-Dusche! Heynckes hält es nicht für abwegig. „Ich glaube es eigentlich nicht, aber bei meiner Mannschaft, mit Bastian und den anderen, das ist schon möglich…“

Eine Reinigung seines Trainingsanzugs bis zur Turin-Abreise am Dienstag sei aber drin. Und mit anderer Dienstkluft anzutreten, zum Beispiel in Tracht zur Eintracht, das hätte es bei ihm sowieso nicht gegeben.

Michael Knippenkötter

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