Münster erhöht Stadionkapazität

Bayern-Gegner rüstet für den Pokal-Kracher auf

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Kein seltenes Bild: Fan-Ausschreitungen im Preußenstadion (hier aus dem Jahr 2013).

Münster - Da darf sich der FC Bayern auf einen echten Hexenkessel einstellen: Für das Pokal-Duell mit dem Meister erhöht Preußen Münster die Kapazität des Preußenstadions auf 16.800 Plätze.

Aufgerissene Tartanbahn, moosbewachsene Stehplatzbereiche, marode Tribünen - ein Schmuckstück ist das 88 Jahre alten Preußenstadion nicht mehr gerade. Das muss es aber auch gar nicht sein. Denn die enthusiastischen Fans des Drittligisten verwandeln das altehrwürdige Rund im Handumdrehen in einen Hexenkessel. 15.000 Fans haben im Ligaalltag Platz im Preußenstadion. Für den DFB-Pokal-Knaller gegen den FC Bayern Mitte August(der genaue Termin ist noch offen) werden es mindestens 1.8000 Plätze mehr sein. Das haben Sicherheitsbehörden der Stadt Münster und Vereinsvertreter von Preußen Münster bei einer Sitzung am vergangenen Freitag beschlossen, berichten die "Westfälischen Nachrichten" (WN)

Plätze im "Ultra-Block" bleiben frei

"Dazu wird ein Gästeblock geöffnet, der sonst nicht zugänglich ist", erklärt Martin Schulze-Werner, Leiter des Münsteraner Ordnungsamts. Ursprünglich hatte der Drittligist sogar mit noch mehr Plätzen - insgesamt 17.500 - geplant, doch in einem Punkt bleibt die Stadt weiterhin hart: Aus Sicherheitsgründen müssen (wie immer) knapp 1.000 Plätze in den Blöcken M und N frei bleiben. Zur Erklärung: In der Ostkurve sind die Ultra-Fans des Vereins zu Hause. Und die schrecken bekanntlich weder vor Pyrotechnik noch vor Gewalt zurück. Erst im März kam es beim Derby gegen Osnabrück wieder zu schweren Ausschreitungen zwischen beiden Fanlagern.

„Die Ultra-Problematik war schon ein sehr belastender Faktor in den Gesprächen“, erklärt Wolfgang Heuer von der Stadt Münster im Gespräch mit den WN. Damit es gegen die Bayern aber nicht zu solch unschönen Szenen kommt, hat die Stadt Maßnahmen auf den Weg gebracht. Zum einen wollen die Verantwortlichen den Fan-Strom am Eingang an der Hammer Straße besser koordinieren, zum andern deutlich mehr Sicherheitskräfte als bisher auffahren.

Mobile Tribüne für 1.200 weitere Zuschauer?

16.800 Plätze sind Preußen Münster aber trotzdem noch nicht genug. Im Gespräch ist eine mobile Stahlrohrtribüne auf dem Westwall. "Dieser Teil der Tribüne ist aus bauordnungstechnischen Gründen nicht mehr nutzbar", sagt Ordnungsamts-Chef Schulze-Werner. Für eine Stahltribüne hat die Stadt aber schon das Okay gegeben. Einzig der Preis könnte den 1.200 zusätzlichen Plätzen im Weg stehen. Für das mobile Gerüst müsste der Verein tief in die Tasche greifen. "Der Verein entscheidet jetzt, ob es wirtschaftlich rentabel ist", sagt Schulze-Werner. Diese interne Vereinssitzung ist für Montagnachmittag geplant.

am

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