Wer plauderte die Bayern-Interna aus?

Bayern und der Maulwurf: Das sagen die Profis

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Den Maulwurf im Blick? FCB-Sportvorstand Matthias Sammer (l.) und Arjen Robben schauen skeptisch drein.

München - Der Maulwurf sorgt im Bayern-Team weiter für Ärger. Nicht nur Arjen Robben ist sauer auf den Kollegen, der Interna an die Presse weitergibt.

Manch einen lässt es kalt, andere wiederum nicht. Das Treiben des Maulwurfs hat in der Kabine des FC Bayern München ganz unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Einer, der es nicht allzu eng nahm, war überraschenderweise Thomas Müller. "Einen Maulwurf muss man ja erst mal finden. Wobei: Bei mir im Garten sind zum Beispiel auch ein paar Hügel", so der Stürmer mit einem Grinsen. Philipp Lahm, Kapitän der Bayern, schien hingegen nicht ganz so amused. "Das ist einfach nicht schön", sagte der Kapitän. "Das gab es aber auch schon, als ich mit dem Fußball angefangen habe. Es ist schade, weil wir alle das gleiche Ziel haben, erfolgreich Fußball zu spielen und am Ende mit so vielen Titeln wie möglich dazustehen. Es ist nicht förderlich."

Sieht Arjen Robben genauso. Geht es nach dem Holländer, sollte sich derjenige, der geplappert hat, mächtig schämen. Der Held von Wembley schäumt vor Wut, als er auf den angeblichen Missmut zwischen Mannschaft und Trainer angesprochen wird. "Lasst uns damit aufhören", so Robben. "Das ist gar kein Thema mehr. Ich war überall, bei Chelsea, bei Madrid - da passiert das leider. Ich sage aber nicht, dass man das so lassen muss. Das ist etwas Peinliches." Und weiter: "Derjenige, der das macht, muss sich selber an der Nase nehmen. Für ihn selbst ist das das Peinlichste, denn das gehört nicht in den Fußball."

FC Bayern München: Lahm sieht keine Probleme 

Was den 32-Jährigen besonders auf die Palme bringt: An der Säbener Straße treiben die Maulwürfe schon länger ihr Unwesen. Robben entnervt zurtz: "Das ist nicht das erste Mal, seit ich hier bin ist das schon drei, vier Mal passiert bei Bayern. Das gehört leider nun mal dazu, aber das sage ich nicht, um es gut zu reden. Die Frage ist immer: Warum? Du kriegst es nicht raus. Derjenige, der das macht, kann sich nicht mehr im Spiegel anschauen. Das ist das Schlimmste." Die Ansage des Niederländers: "Wenn du Profi bist, dann machst du das nicht. Das ist Stuss, recht viel mehr kann ich dazu auch nicht sagen."

Und dennoch: Groß viel Wind wollen die Spieler auch nicht um die Affäre machen. "Ich sehe keine Probleme", wiegelt Kapitän Lahm ab. "Es stört nicht, weil die Mannschaft insgesamt harmoniert. Wir brauchen es nicht höher zu hängen, als es ist. Und damit ist es auch mal wieder gut." Auch Bayern-Goalgetter Robert Lewandowski hat nicht "gemerkt, dass da etwas falsch war", und Thomas Müller fügte an: "Wir lassen uns davon nicht stören, das ist nicht unser Ansinnen. Wir wollen dem Ganzen kein Futter geben. Wir sind da recht entspannt, da passt der Sieg gegen Hoffenheim gut ins Bild."

Mangelnde Fitness beim FC Bayern eine "falsche Information" 

Angesprochen auf die angeblich mangelnde Fitness ergänzte außerdem Arturo Vidal, "dass es sich dabei um falsche Informationen" handle. Der Chilene zur tz: "Wir haben einen Ausdauertest gemacht und alle haben sehr gut abgeschnitten. Die Dinge werden von außen kommentiert, innen hingegen ist die Stimmung sehr gut. Wir alle verfolgen den Traum, alle Wettbewerbe zu gewinnen." Ob sich der Bayern-Maulwurf dabei als Hindernis erweist, wird sich zeigen.

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