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Darf man einfach zum Knüppel greifen?

Prügel für Bayern-Fans: Das sagt Münchens Polizeisprecher

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Die Krawalle in Piräus.

München - Der FC Bayern wird die Polizeidresche gegen seine Fans in Piräus nicht auf sich sitzen lassen. Die tz hat bei Münchens Polizeisprecher nachgefragt, wie er die Szenen aus Griechenland bewertet.

„Es waren natürlich keine schönen Szenen. Wir werden das seriös aufarbeiten“ sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor der UEFA-Exekutivkomiteesitzung am Donnerstag in Malta. Beschwerde haben die Münchner ebenfalls schon eingereicht, sowohl bei der UEFA wie bei der örtlichen Polizei.

Immerhin: Sämtliche Fans, die verletzt wurden, als griechische Polizisten unter Einsatz von Schlagstöcken auf die Anhänger des Rekordmeisters einprügelten, konnten laut Angaben des Vereins das Krankenhaus wieder verlassen und die Heimreise antreten. „Das ist die gute Nachricht“, sagte Raimond Aumann, Direktor Fan- und Fanclubbetreuung, vor dem Abflug der Mannschaft nach München.

Exklusiv-Video: Wie's wirklich zur Prügelei im FCB-Block kam

Insgesamt 1700 Fans hatten den FCB auf der Reise nach Athen begleitet, von denen nicht wenige Opfer des „unverhältnismäßigem Schlagstockeinsatz der Polizei“ wurden, wie der Klub mitteilte. Auf dem Video wird deutlich, dass die Fans der Münchner zwar pöbeln und die ein oder andere Sitzschale fliegt, Auslöser des Schlagstockprügel ist jedoch ein Gegenstand, der aus einem Piräus-Block auf einen Polizisten trifft.

"Schickeria" rastet in Münchner Altstadt vollkommen aus

Doch darf die Polizei dann ganz einfach zum Knüppel greifen? Wer gibt den Schlagbefehl? Der Münchner Polizeisprecher Wolfgang Beer zur tz; „Die Befehle erfolgen stets vom Einsatzleiter und hängen immer von der Situation ab. Ob letzten Endes auch der Schlagstock zum Einsatz kommt, hängt immer von den Fans ab und wie sich die Personen verhalten, auf die man einwirken muss. Ausschlaggebend ist die Verhältnismäßigkeit.“

Bilder: Griechische Polizei prügelt auf Bayern-Fans ein

Beer will das Verhalten der griechischen Polizei nicht bewerten, stellt aber klar, wie die Beamten hier in München mit derartigen Situationen im Fanblock umzugehen haben. „Erst mal versuchen wir immer, mit den Leuten zu reden“, sagt der Polizeisprecher weiter. „Man fordert sie auf, sich fünf Meter nach hinten zu bewegen. Lassen sie sich nicht überzeugen, muss man dem Ganzen Nachdruck verleihen. Sie zurückschieben ist da eine Möglichkeit. Und dann kommt es immer auf das Verhalten an, es wird ja auch gern provoziert. Aber man kündigt schon an, was im schlimmsten Fall dann passiert. Plötzlich geschieht da nichts.“

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