Pass beantragt - 2016 mit der DFB-Elf zur EM?

Rafinha: "Ja, ich will Deutscher werden!"

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Trophäensammler Rafinha wäre für den DFB spielberechtigt.

München - Am 7. September feiert Rafinha Geburtstag. Es könnte ein besonderer Ehrentag werden für den Brasilianer. Denn es ist nicht nur sein 30. Geburtstag, sondern wahrscheinlich auch sein erster als Deutscher.

Wir sagen: Grüß Gott, Herr Rafinha! „Den Antrag habe ich bereits ausgefüllt. Jetzt hoffe ich, dass ich bald Deutscher bin. Ich lebe ja schon eine lange Zeit hier, also spricht ja eigentlich nichts dagegen“, bestätigte Rafinha die Informationen des Münchner Merkurs. Und in der Tat: Die Voraussetzungen für die Annahme der deutschen Staatsangehörigkeit erfüllt der Rechtsverteidiger der Roten problemlos. Mindestens acht Jahre muss er sich dafür rechtmäßig im Land aufgehalten haben – nach fünf Jahren beim FC Schalke 04 von 2005 bis 2010 geht er nach einem Jahr in Genua nun in seine vierte Saison beim FC Bayern. Doch das allein reicht noch nicht. Es gibt auch noch andere wichtige Faktoren. Ausreichende Deutschkenntnisse? Kein Problem für den Brasi, der seine Interviews meist auf Deutsch gibt. Alleine für seinen Unterhalt aufkommen? Die Frage stellt sich bei dem gut bezahlten Profi des Rekordmeisters überhaupt nicht. Und, auch wenn er auf dem Rasen immer wieder als heißblütiger Hitzkopf auftritt – vorbestraft ist der 29-Jährige auch nicht. Die wichtigsten Kriterien sind erfüllt, jetzt muss Rafinha nur noch den Einbürgerungstest bestehen.

Darüber hinaus punktet der quirlige Rechtsfuß in diesen Tagen fleißig mit seinem sozialen Engagement. Sein Landsmann und FCB-Neuzugang Douglas Costa spricht nämlich weder Deutsch noch Englisch, Rafinha weicht ihm in China deshalb nicht von der Seite. „Wenn jemand neu zu uns kommt und die Sprache hier noch nicht versteht, müssen wir ihm helfen. Das ist doch normal“, sagt er. So fungiert er für Costa nicht nur freundlicherweise als Dolmetscher für die Medien, sondern war dem Verein ebenso wie Dante auch beim Steckbrief für die Autogrammkarten des Neuzugangs behilflich. Doch auch sportlich will der Rechtsverteidiger positive Schlagzeilen schreiben. War er unter Jupp Heynckes meist nur Ersatzspieler, absolvierte er bei Pep Guardiola 54 Ligaspiele in den vergangenen beiden Jahren. Den ins Mittelfeld vorgerückten Philipp Lahm hat er beim FC Bayern als Rechtsverteidiger beerbt. Bald vielleicht auch in der deutschen Nationalmannschaft? „Das ist jetzt noch zu früh“, wiegelt Rafinha gegenüber der tz lachend ab. „Lasst mich doch erst mal den Pass bekommen, dann sehen wir weiter.“

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Ein klares Nein klingt definitiv anders – vielleicht wird Jogi Löw ja hellhörig. Denn seit Lahms Rücktritt nach dem WM-Titel im vergangenen Jahr ist der Bundestrainer auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Wirklich überzeugt hat ihn bislang noch keiner. Und trotz eines Länderspiels für Brasilien in seiner Vita wäre Rafinha für die deutsche Nationalelf spielberechtigt. Sein einziger Einsatz im Jahr 2008 gegen Schweden war nämlich ein Freundschaftsspiel.

sw, awe

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