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Rafinha: "Mama bringt mir das Essen“

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Rafinha spielt in der kommenden Saison mit der Rückennummer 13. © M.i.S.

München - Jupp Heynckes nennt ihn seinen „Sauhund“. Gemeint ist Rafinha, Bayerns neuer Giftzwerg auf der rechten Abwehrseite. Im tz-Interview spricht er über seinen Start beim Rekordmeister.

Beim Training am Samstag bekamen die Fans in der Allianz Arena schon einen Vorgeschmack darauf, was in dem 1,72-Meter-Wiesel so alles drinsteckt. In der tz verrät der quirlige Brasilianer sein persönliches Geheimrezept, um die gesamte Saison über fit zu bleiben…

Herr Rafinha, wie war Ihr erster Eindruck von Training und Fans?

Rafinha: Sehr gut! Der erste Kontakt mit den Fans war wirklich toll. Sie stehen voll hinter unserer Mannschaft. Jetzt liegt es an uns, jeden Tag hart zu arbeiten, damit wir sie nicht enttäuschen und eine gute Saison spielen. Manuel Neuer hat sich da wohl mehr Sorgen gemacht.

Haben Sie befürchtet, dass die Fans ihn womöglich nicht gut aufnehmen?

Rafinha: Nein, überhaupt nicht. Ich war mir zu hundert Prozent sicher, dass die Bayern-Fans mit keinem von uns Probleme haben würden, auch nicht mit Manuel. Fußball ist einfach so: Mal spielst du für die eine Mannschaft, dann eben für eine andere. Das ist so, und ich bin mir sicher, dass die Bayern-Fans das jetzt auch verstanden haben.

Wie gefällt Ihnen Ihre neue Heimat? Haben Sie sich schon eingelebt?

Rafinha: Bis jetzt hatte ich ehrlich gesagt noch keine Möglichkeit dazu. Wir trainieren ja jeden Tag, da bleibt keine Zeit, um sich in der Stadt umzusehen. Ich bin mir aber sicher, dass sich in den nächsten Monaten die ein oder andere Gelegenheit dazu bieten wird.

Dann haben Sie also auch noch kein gutes, brasilianisches Restaurant ausfindig gemacht?

Rafinha: Nein, das Essen aus meiner Heimat werde ich aber trotzdem nicht vermissen. Meine Mama und meine Familie bringen es mir direkt hierher.

Das ist ja ein toller Service…

Rafinha: Ja, das ist wirklich super. So haben sie es bis jetzt auch immer getan. Damit Sie ja gestärkt auf der rechten Seite zusammen mit Arjen Robben wirbeln können.

Die Bilder der Saisoneröffnung in der Allianz-Arena

Freuen Sie sich schon auf ihn?

Rafinha: Ich freue mich sehr, aber nicht nur darauf, mit Arjen zusammen zu spielen. Ich freue mich generell darauf, mit den Top-Spielern hier bei Bayern München in einer Mannschaft zu stehen. Für mich ist das schon etwas ganz Besonderes.

Ein Wermutstropfen bleibt: Sie mussten auf Ihre Lieblingsnummer 18 verzichten. Schlimm?

Rafinha: Überhaupt nicht! Als ich zum FC Bayern kam, hatte Miroslav Klose noch die 18. Ich habe dann auch keine Anstalten gemacht, sie ihm irgendwie abzugreifen. Bei der Nationalmannschaft spiele ich ja schon lange mit der 13 auf dem ­Rücken, also habe ich nach ihr gefragt, und sie war noch frei. So habe ich die 13 genommen.

Jetzt ist Klose weg. Vielleicht bekommen Sie die 18 jetzt?

Rafinha: Nein, jetzt habe ich ja die 13. Meine Rückennummer ist mir ehrlich gesagt auch nicht so wichtig. Wichtig ist das, was auf dem Platz passiert. Und genau dafür bin ich hier: Um auf dem Rasen in jedem Spiel mein Bestes zu geben und der Mannschaft dadurch zu helfen.

Interview: J. Carlos Menzel Lopez

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